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Dobby95

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1

Freitag, 14. Februar 2020, 21:27

Wusste Snape, dass Voldemort ihn für den Meister des Elderstabs halten könnte/würde?

Hi Leute, vor kurzem kam mir folgender Gedanke:

Meint ihr Snape wusste, dass Voldemort ihn für den Meister des Elderstabes halten könnte? Oder glaubt ihr er war vollkommen überrascht dieser Tatsache, als Voldemort ihn letztlich deshalb in der Heulenden Hütte hat töten lassen?

Ich finde die Frage vor allem deshalb spannend, da dies meiner Meinung nach auch interessante Implikationen für die Beziehung zwischen Snape und Dumbledore hat. Sollte Snape wirklich davon überrascht gewesen sein oder sogar nicht mal gewusst haben, dass die Heiligtümer des Todes überhaupt existieren, so hätte Dumbledore ihn ja letztendlich ins offene Messer laufen lassen und ihn wie ich finde relativ skrupellos "geopfert".

Da Snape in Teil 7 ja schließlich auch Schulleiter in Hogwarts war, hatten die beiden ja noch jede Menge Möglichkeiten gehabt zu kommunizieren und Dumbledore hätte ihn darauf hinweißen können.

Was meint ihr dazu?

P.S. Mir kam gerade noch ein weiterer Gedanke: Meint ihr Dumbledore hat sich von Malfoy entwaffnen lassen in der Hoffnung, das Voldemort bzgl. des Meisters des Elderstabes bewusst auf die falsche Fährte gelockt wird (nämlich auf die von Snape, seinen geplanten Mörder?)? Wenn dem so wäre, hätte Dumbledore Snape sogar ja ganz bewusst in eine tödliche Falle gelockt, sofern er Snape nicht über den Sachverhalt informiert hat.
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darkangel08

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2

Samstag, 15. Februar 2020, 11:32

Das ist eine interessante Frage.
Ich glaube nicht, dass Snape es gewusst hat, meiner Meinung nach wurde er völlig überrascht - als es schon zu spät war, wohlgemerkt.
Und dass Dumbledore Voldemort auf die falsche Fährte locken wollte bezüglich des Meisters des Elderstabes, kann ich mir ebenfalls nicht vorstellen. Dumbledore war keiner, der jemanden bewusst ins offene Messer laufen lässt, das passt nicht, finde ich.
"Und Sie tun es äußerst gut. Denken Sie nicht, dass ich die ständige Gefahr, in die Sie sich begeben, unterschätze, Severus. Voldemort
vermeintlich wertvolle Informationen zu llefern, während Sie die wesentlichen Dinge zurückhalten, ist eine Aufgabe, die ich niemandem außer Ihnen anvertrauen würde."

grit

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3

Samstag, 15. Februar 2020, 12:51

Ich hatte diesen Gedanken schon beim Lesen des 7. Bandes und habe ihn in meiner FF verarbeitet.
Dumbledore hat viele Dinge geahnt, aber er hat nicht alles voraussehen können. Snape sollte so lange wie möglich in Voldemorts Gunst bleiben, was ja mit der Tötung Dumbledores auch erreicht wurde. Der Zauberstab wurde mit Dumbledore begraben. Albus wollte nicht, dass Malfoy ihn tötet. Er sagte, es sei, weil er die Seele dieses Jungen nicht beschädigen wollte. Es könnte natürlich sein, dass er dabei auch an den Elderstab gedacth hat und daran, dass Snape Voldemort wohl ein gewachsenerer Gegner wäre als Draco.
Das ist natürlich alles nur Spekulation - es könnte genausogut sein, dass Albus tatsächlich in diesem Moment, als er von Snape verlangt hat, dass er ihn töten soll, wenn die Zeit gekommen ist, nicht daran gedacht hat. Aber wie es auch sei - Snape war ohnehin in einer Position, in der er tagtäglich sein Leben aufs Spiel gesetzt hat - und er wusste, was er tat.

4

Samstag, 15. Februar 2020, 16:27

Dumbledores Plan war es unbesiegt zu sterben, deshalb zu Frage 2 ganz klar: Nein!

Verstehe auch nach wie vor den Drang im Harry Potter Fandom dazu Albus Dumbledore zu einem Allwissenden Gott-ähnlichen Charakter zu verklären nicht. Der Typ war ein alter Mann, der ein enorm gefährliches Spiel spielte und dafür über Leichen ging und letztlich dank vieler glücklicher Zufälle und Fügungen doch noch gewann...

Zu Snape: Hier würde ich sagen, ja er konnte damit rechnen. Er wusste als einer der ganz wenigen darüber bescheid, dass Voldemort auf den Elderstab aus war und er wusste zudem, dass der Stab üblicherweise durch Mord den Besitzer wechselt. Snape wusste zwar auch, dass er nicht der Herr des Elderstabs war und Voldemort es nicht werden würde, durch den Mord an ihn. Damit dass Voldemort ihn töten würde musste er aber rechnen...
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

5

Sonntag, 16. Februar 2020, 23:52

Schön nach langer Zeit wieder hier zu sein :)

Zir Frage: lch denke wie die anderen auch, dass Snape einfach damit rechnen müsste. Sein Leben war ohnehin schon verwirkt, aber gerade das machte ihn eben zu einem - oder dem -, mutig(st)en Mann für Harry.

Dobby95

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6

Montag, 17. Februar 2020, 13:24

Danke für eure Einschätzungen bisher!

Zitat

Zu Snape: Hier würde ich sagen, ja er konnte damit rechnen. Er wusste als einer der ganz wenigen darüber bescheid, dass Voldemort auf den Elderstab aus war und er wusste zudem, dass der Stab üblicherweise durch Mord den Besitzer wechselt.
Ah okay wusste er das? Das hatte ich dann schon wieder komplett vergessen. Wusste er auch, dass Dumbledore der Besitzer des Elderstabes war? Wenn ja, dann konnte Snape mit Sicherheit 1+1 zusammenzählen und war sich der Gefahr bestimmt bewusst.

Ich denke was mich an der Sache verunsichert hat war dass die Szene in der Heulenden Hütte für mich immer so rüber kam, als wäre Snape komplett überrascht gewesen dass Voldemort ihn des Stabes wegen jetzt töten will. Ich denke für mich kam das vor allem deshalb immer so rüber, da Snape ja eigentlich noch sehr wichtige Informationen an Harry weitergeben musste zu diesem Zeitpunkt (Informationen, welche über Sieg oder Niederlage im Kampf gegen Voldemort entscheiden können) und dieses Vorhaben ja gescheitert wäre, wenn sich Harry nicht "zufällig" auch in der Hütte aufgehalten hätte. Da war für mich immer klar dass Snape davon ausging dass er noch Zeit zur Verfügung hat und jetzt nicht von Voldemort des Stabes wegen evtl. getötet wird.
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7

Montag, 17. Februar 2020, 15:28

Danke für eure Einschätzungen bisher!

Zitat

Zu Snape: Hier würde ich sagen, ja er konnte damit rechnen. Er wusste als einer der ganz wenigen darüber bescheid, dass Voldemort auf den Elderstab aus war und er wusste zudem, dass der Stab üblicherweise durch Mord den Besitzer wechselt.
Ah okay wusste er das?

Das frage ich mich auch gerade.
Und ich finde auch absolut nichts dementsprechendes.

Ich denke was mich an der Sache verunsichert hat war dass die Szene in der Heulenden Hütte für mich immer so rüber kam, als wäre Snape komplett überrascht gewesen dass Voldemort ihn des Stabes wegen jetzt töten will.

Mir kam es auch so rüber, als sollte Snape durch Voldemorts Aussage "Ich suchte einen dritten Zauberstab, Severus. Den Elderstab, den Zauberstab des Schicksals, den Todesstab. Ich nahm ihn seinem vorigen Herrn ab. Ich holte ihn aus dem Grab von Albus Dumbledore." auch vor Schreck noch blasser als sonst geworden zu sein.(Und nun blickte Snape Voldemort an und Snapes Gesicht war wie eine Totenmaske. Es war marmorweiß und so reglos, dass es ein Schock war, als er zu sprechen begann und es sichtbar wurde, dass sich Leben hinter diesen leeren Augen verbarg.)

Edit.

Ich hatte diesen Gedanken schon beim Lesen des 7. Bandes und habe ihn in meiner FF verarbeitet.
Dumbledore hat viele Dinge geahnt, aber er hat nicht alles voraussehen können. Snape sollte so lange wie möglich in Voldemorts Gunst bleiben, was ja mit der Tötung Dumbledores auch erreicht wurde. Der Zauberstab wurde mit Dumbledore begraben. Albus wollte nicht, dass Malfoy ihn tötet. Er sagte, es sei, weil er die Seele dieses Jungen nicht beschädigen wollte. Es könnte natürlich sein, dass er dabei auch an den Elderstab gedacth hat und daran, dass Snape Voldemort wohl ein gewachsenerer Gegner wäre als Draco.
Das ist natürlich alles nur Spekulation - es könnte genausogut sein, dass Albus tatsächlich in diesem Moment, als er von Snape verlangt hat, dass er ihn töten soll, wenn die Zeit gekommen ist, nicht daran gedacht hat. Aber wie es auch sei - Snape war ohnehin in einer Position, in der er tagtäglich sein Leben aufs Spiel gesetzt hat - und er wusste, was er tat.


Es steht tatsächlich so im Buch.
Einmal in der Zwischenwelt/Kings Cross

Zitat

»Und Voldemort wusste nie von den Heiligtümern?«
»Ich glaube nicht, denn er hat den Stein der Auferstehung, den er in einen Horkrux verwandelte,
nicht erkannt. Doch selbst wenn er von ihnen gewusst hätte, Harry, bezweifle ich, dass er an
irgendeinem davon interessiert gewesen wäre außer an dem ersten. Er hätte geglaubt, dass er den
Tarnumhang nicht brauchte, und was den Stein betrifft, wen würde er von den Toten zurückholen
wollen? Er fürchtet den Tod. Er liebt nicht.«
»Aber Sie rechneten damit, dass er hinter dem Zauberstab her sein würde?«
»Ich war mir sicher, dass Voldemort es versuchen würde, seit dein Zauberstab auf dem Friedhof
von Little Hangleton seinen besiegt hatte.
Zuerst hatte er die Befürchtung, dass du ihn durch überlegene Fähigkeiten geschlagen hättest.
Sobald er jedoch Ollivander entführt hatte, erfuhr er von der Existenz der Zwillingskerne. Er dachte,
dies würde alles erklären. Aber der geborgte Zauberstab richtete auch nicht mehr gegen deinen aus!
Und anstatt sich zu fragen, welche deiner Eigenschaften es war, die deinen Zauberstab so stark
gemacht hatte, welche Gabe du besaßest, die ihm fehlte, schickte Voldemort sich natürlich an, den
einzigen Zauberstab zu finden, der, wie es hieß, jeden anderen schlagen würde. Für ihn ist der
Elderstab zu einer Besessenheit geworden, die seiner Besessenheit, was dich angeht, gleichkommt.
Er glaubt, dass der Elderstab seine letzte Schwäche beseitigt und ihn wahrhaft unbesiegbar macht.
Armer Severus...«
»Wenn Sie Ihren Tod durch Snape planten, wollten Sie also, dass er die Sache mit dem Elderstab beendet, oder?«
»Ich gebe zu, das war meine Absicht«, sagte Dumbledore, »aber es hat nicht so funktioniert, wie
ich wollte, nicht wahr?«
»Nein«, sagte Harry. »Dieser Teil hat nicht geklappt.«


Und im nächsten Kapitel "Der Fehler im Plan" erklärt Harry es dann, nur mit anderem Fokus, auch Voldemort, dass Dumbledores letzter Plan fehlgeschlagen ist, aber nicht gegen ihn also Harry sondern eben Voldemort. Dass Dumbledore durch die Abmachung mit Snape unbesiegt sterben wollte, aber Draco Dumbledorschon vorher gegen seinen Willen entwaffnet hat, und dass Harry Draco vor Wochen ebenfalls entwaffnet habe und sofern der Stab das weiß, ist Harry der Meister des Elderstabs und es Voldemorts letzte Chance wäre zu bereuen.
Also war ehr Dracos der Nebeneffekt und Erklärung für Snape, warum der es tun soll.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Fine« (17. Februar 2020, 16:16)


Majee

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8

Montag, 17. Februar 2020, 18:27

Zitat

Ich denke was mich an der Sache verunsichert hat war dass die Szene in der Heulenden Hütte für mich immer so rüber kam, als wäre Snape komplett überrascht gewesen dass Voldemort ihn des Stabes wegen jetzt töten will. Ich denke für mich kam das vor allem deshalb immer so rüber, da Snape ja eigentlich noch sehr wichtige Informationen an Harry weitergeben musste zu diesem Zeitpunkt (Informationen, welche über Sieg oder Niederlage im Kampf gegen Voldemort entscheiden können) und dieses Vorhaben ja gescheitert wäre, wenn sich Harry nicht "zufällig" auch in der Hütte aufgehalten hätte. Da war für mich immer klar dass Snape davon ausging dass er noch Zeit zur Verfügung hat und jetzt nicht von Voldemort des Stabes wegen evtl. getötet wird.

Ich glaube er wäre in beiden Fällen geschockt gewesen; wenn man damit rechnet, dass er es auf diese Weise deuten könnte ist es ja trotzdem ein Schock, wenn man erfährt, dass er nun tatsächlich darauf kam und einen jetzt umbringen will.
Sanpe hatte das Problem, dass er es nicht so ohne weiteres einfach sagen konnte. Zum einen weil sich Harry oft versteckte und zum anderen weil Harry ihn für einen Todesser hielt und daher keine Glaubwürdigkeit gegeben war. Wenn ein Todesser einem sagt, geh zu Voldemort und lass dich töten, damit Voldemort besiegt werden kann, glaubt man ihm vlt. nicht ohne weiteres. Soweit ich mich erinnere bittet Snape Voldemort mehrmals darum im Schloss nach Harry suchen zu dürfen - ist also nicht so, als hätte er es nicht versucht. Die Idee ihm dies erst ganz am Schluss durch Snape sagen zu lassen, hieng doch von Anfang an am seidenen Faden. Snape hätte tagtäglich was zustoßen können. Sicherer wäre es gewesen, Dumbledore hätte Harry ein Potrait von sich selbst mitgegeben, das ihm zu gegebener Zeit das entscheidende gesagt hätte.

Dobby95

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9

Dienstag, 18. Februar 2020, 00:12

@Fine

Danke für die Zitate!

Dass Dumbledore mit seinem Tod 2 Ziele verfolgte nämlich 1. das Voldemort Snape entgültig vertraute und 2. er unbesiegt stirbt und damit die Sache mit dem Elderstab beendete war mir bewusst, ich finde die spannende Frage dabei aber ob Snape von eben jenen 2. Ziel wusste oder nur das 1. kannte? Das geht für mich nämlich auch aus den zitierten Stellen nicht eindeutig hervor.

@Majee

Dass Snape Voldemort mehrfach fragte, ob er nach Harry im Schloss suchen kann, wusste ich nicht mehr, danke für die Information! Das macht es für mich etwas besser wie letztendlich doch sehr fahrlässig riskiert wurde, dass diese entscheidenden Informationen vllt. Harry nie erreicht hätten.
Lily. After all this time ?!

Always.

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