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Freitag, 7. Februar 2020, 18:02

Harry Potter und die problematische Autorin(?)

Hey Leute

Seit längerem ist mir ein Tatbestand aufgefallen, der mich sehr beschäftigt. Ich habe mich schwer getan, darüber im Forum aufmerksam zu machen, da es ein wenig heikel ist, aber ich dachte mir, dass es besser ist, mehr Meinungen einzuholen und sich auszutauschen.

Also, worum geht es?
Was mich umtreibt ist die Haltung von J.K. Rowling (oder zumindest Vermutungen, was ihre Haltung angeht), wenn es um progressive, gerade sehr aktuelle Themen in der Entwicklung unserer sozialen Kultur geht. Allen voran zu den Punkten von Homosexualität und Transgender.

Wir alle haben ja schon lange den Punkt verinnerlicht, dass Albus Dumbledore - laut späterer Aussage der Autorin - homosexuell gewesen sein soll. Als ich das erste mal auf diese Information gestoßen bin, fand ich dies eigentlich sehr fortschrittlich und lobenswert. In späteren Diskussion mit HP-Fans und Nicht-Fans, sowohl online als auch IRL, ist mir aber ein würdiger Kritikpunkt an der ganzen Sache aufgezeigt worden: Die Tatsache, dass Dumbledore erst im Nachhinein, nach dem Ende der Serie, im Paratext (also durch Aussage der Autorin und nicht in den Büchern selbst) als homosexuell geoutet wurde, ist eigentlich nicht so progressiv, wie man auf den ersten Blick glauben mag. Ich verstand diesen Kritikpunkt gut, konnte aber noch Dinge finden, die für Rowlings Handlungsweise sprachen. Zunächst einmal ist da die Tatsache, dass wir Dumbledore in der Serie hauptsächlich aus der Sicht eines seiner Schüler sehen. Und es ist in-universe nicht unbedingt auf der Hand liegend, dass er seine sexuelle Orientierung mit seinen Schülern besprechen würde. Außerdem kann man auch das fehlen einer Nennung von Dumbledores Homosexualität innerhalb der Serie als eine klare Aussage der Autorin dahingehend interpretieren, dass die Sexualität eines Menschen sekundärer Natur ist und nicht die Wertung seines Charakters bestimmen sollte. Nach dem Motto:
Fan: „Ich hätte nie gedacht, dass Dumbledore schwul ist.“
J.K.R.: „Ja, weil das Menschen auch nicht auf der Stirn geschrieben ist.“

Ich finde, dass man vielleicht sehen könnte, dass in „Heiligtümer des Todes“ eine Gelegenheit verpasst wurde, darauf hinzuweisen, als wir mehr über Dumbledores Vergangenheit, seine Person und auch seine Beziehung zu Grindelwald erfahren haben. Aber auch da könnte man noch eine entschuldigende Erklärung für Rowling finden, weil die Beziehung zu Grindelwald eine letztendlich sehr negative und sogar toxische war und Rowling nicht die einzige nicht-heterosexuelle Beziehung in der Serie so problematisch im Text zeigen wollte.

Eine wichtige Frage, die sich die Fan-Community stellt, ist auch die, ob Dumbledores Homosexualität von Anfang an Part seiner charakterlichen Entwicklung war, oder erst retrospektiv eingefügt wurde. Ich selber verstehe diese Frage, halte sie aber generell für irrelevant. Wenn sich ein Autor entscheidet, einen Charakter als Repräsentation der LGBTQ+ Community zu benutzen, ist es nicht tragisch, wenn dies erst später passiert, als zur geistigen Geburt. Hauptsache, es wird nichts vorher etabliertes dadurch widerlegt.

Aber in diesem besonderen Fall geht es mehr darum, dass sich Fans fragen, ob Rowling die Sichtbarkeit von Homosexuellen wirklich wichtig war, oder ob sie quasi dieser Lesergemeinschaft ein halbherziges Zeugnis der Solidarität darbringen wollte.

Was das angeht, kann ich höchsten mit einer von J.K.R. selbst dargebrachten Anekdote aufwarten:
Es gibt in Film 6 zu Anfang eine Szene, in der Dumbledore Harry von einer U-Bahn-Station abholt. Er betrachtet dabei eine Reklametafel auf der eine Parfumwerbung steht. Darauf sieht man eine Frau. Im ursprünglichen Skript sollte Dumbledore an dieser Stelle eine Erinnerung an eine weibliche Hexe schildern, die er früher gekannt hatte. Dadurch sollte romantisches Interesse seinerseits impliziert werden – ein Brückenschlag zu der vorangegangenen Szene, in der Harry eine Verabredung mit einer Kellnerin ausgemacht hat. Als Rowling diese Szene las, durstrich sie – nach eigener Angabe – Dumbledores Zeilen und notierte einfach daneben: „Dumbledore's gay.“ Also: „Dumbledore ist schwul.“
Es ist nur ein kleiner Beweis für ihre Ausrichtung in der Frage, wie man zu anderen sexuellen Orientierungen stehen soll, aber nicht vollkommen von der Hand zu weisen.

Doch kommen wir nun zu einigen aktuelleren Punkten in dieser Debatte:
Als angekündigt wurde, dass Dumbledore ein aktiver Charakter in den „Phantastische Tierwesen“-Filmen werden sollte, in denen Gellert Grindelwald ebenso eine prominente Rolle spielt, dachten Fans, dass sie nun eine klare Bestätigung für Dumbledores Sexualität innerhalb des Textes erhalten würden. Diese blieb allerdings aus. Was wir in „Grindelwalds Verbrechen“ zu sehen bekommen haben, waren unklare Andeutungen, Beschwichtigungen für beide Seiten. Der HP-Fan, der Dumbledore als Homosexuellen akzeptieren – ja, vielleicht sogar schätzen – kann, kann dessen Beschreibung zu seiner Beziehung mit Grindelwald als eine Bestätigung ansehen, aber der Zuschauer, der solche Darstellung nicht haben möchte, kann ebenfalls in seine Richtung interpretieren. Es fühlt sich an, als sollten alle Lager abgedeckt werden, was allerdings zur Folge hatte, dass sehr viele HP-Fans aus der LGBTQ+ Community, oder deren Allies, dieses unmutige Verhalten kritisiert haben, was ich sehr gut verstehen kann. Ich sehe mich nämlich auch als Allie an, ging aber nach dem Film noch nicht so weit, diesen bestimmten Punkt zu stark zu verdammen. Was ich allerdings ganz klar machen würde, wenn es sich in den zukunftigen Filmen nicht ändern würde.

Kommen wir also zum nächsten heißen Eisen...

Vielleicht ist es einigen von euch nicht bekannt gewesen. Ich glaube, es ist eher durch das englischsprachige Netz gegangen und auch da nur in einem kleinen Teil der HP-Community.
Jedenfalls gab es im vergangenen Jahr immer wieder Meldungen davon, dass Rowling auf Twitter die Tweets bekannter TERFs geretweetet hat. Zur Erklärung: Ein TERF ist ein TransExclusiv Radical Feminist, also ein radikaler Feminist/eine radikale Feministin, die Transfrauen ausschließt. Das bedeutet, dass diese Menschen sich weigern Transmenschen als das Geschlecht zu akzeptieren, mit dem sie sich identifizieren.

Eine Haltung, die man vielleicht verstehen kann – ich selber kann es akzeptieren, wenn ein Mensch z.B. sagt, dass man einen Transmenschen die Freiheit lässt, sein Geschlecht so auszuleben, wie man es möchte, aber bestimmte Punkte nicht debatierbar sind. Allerdings sind aus dem Gebiet der TERFs nicht nur Nonakzeptanz gegenüber Transmenschen zu finden, sondern sogar klare Anfeindungen. Bei der Debatte, ob Transmenschen in öffentlichen Toiletten diese wählen können, die sie nach ihrem gewollten Geschlecht einteilt, schalten sie sich z.B. gerne ein mit der Aussage, dass von Transfrauen Gefahen für Cisfrauen ausgehen würden. Es wird sogar soweit gegangen davon zu sprechen, dass Transfrauen generell sexuelle Straftäter wären, die ihre Geschlechterrolle ausnutzen würden um Frauen in geschützten Räumen attakieren zu können. Ein Tweet machte die Runde, in denen eine bestimmte TERF zum Beispiel eine solche Situation mit einem Fuchs in einem Hühnerstall verglichen hat. Und eben diese TERF wurde (nicht mit oben genannten Tweet) von J.K.R. geretweetet...

Klar, kann man hier auch sagen, dass es Rowling nicht voll und ganz bewusst war, was diese Frau alles bisher veröffentlichte – das Internet sorgt dafür, dass man faul wird und nicht unbedingt alles recherchiert (ich selber habe mich für diesen Post hauptsächlich auf mein Gedächtnis verlassen, obwohl ich vielleicht noch mal in ein paar Punkten hätte recherchieren sollen, aber ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen), allerdings wurde es publik und auch an Rowling herangetragen. Und bis jetzt wurde kein Statement von ihr zu dieser Situation abgegeben.

Und das alles ist eine sehr frustrierende Situation für viele Fans.

(Fortsetzung im zweiten Post, weil ich zu viel geschrieben habe...)

2

Freitag, 7. Februar 2020, 18:03

Klar kann man sagen, dass es egal ist, was der Erschaffer einer bestimmten Serie für Ansichten hast, man muss sie weder akzeptieren noch übernehmen. Allerdings ist es für viele Leute schade – mich eingeschlossen – dass eine Person, die uns von Kindheitstagen an inspiriert hat und oft in ihrem Werk darauf aufmerksam machen wollte, dass Andersartigkeit von Menschen kein Makel sondern sogar eine Stärke ist nun nicht einmal den Schneid hat, eine klare Front zu beziehen und so zu riskieren, einige Verkaufsstärke zu verlieren, da es genug Menschen gibt, die heutzutage keine Lust mehr auf „dieses ganze political correctness-Gequatsche“ haben und somit sich vielleicht von ihr abkehren würden. Denn was soll Rowlings Verhalten anderes sein? Sich nicht hundert prozentig für Dumbledore als Homosexuellen im Text auszusprechen und nicht öffentlich zu sagen, dass es von einer Frau falsch ist, alle Transfrauen als potentielle Vergewaltiger darzustellen. Was genau verfolgt sie damit für ein Ziel, wenn nicht den Mainstream nicht völlig zu vergraulen?

Was sind eure Meinungen?
Habt ihr überhaupt schon von den Sachen, die ich breittrete gehört? Und was macht das mit euren Bild von J.K.R.?
Würde mich freuen, ein paar Antworten zu lesen und hoffe, dass wir alle höfflich miteinander bleiben können.

P.S.: Sorry, dass der Einstieg so lange wurde, aber ich wollte ein möglichst komplettes Bild meiner Gedankengänge geben, um verständlich zu sein.

Sluggy

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3

Freitag, 7. Februar 2020, 19:59

Also, davon, dass Dumbledore schwul sein soll, hab ich gehört.
Ich verstehe allerdings nicht, wieso. Will sagen, Dumbledores Schwulsein hat nichts mit der Geschichte um Harry Potter zu tun, so what?
Vielleicht wollte Rowling damit wieder ins Gespräch kommen? Keine Ahnung.
Die Transgender Geschichte ist für mich völlig neu. Was hat JKR da denn zurück geschrieben? Welche Meinung hat sie denn da gepostet?
:D 8) --knuddel--

Celestina Snape

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4

Freitag, 7. Februar 2020, 20:13

Schwieriger Themenkomplex.

Ich nehme mal vorweg, dass ich ganz gerne zwischen Autor und Werk trenne und in meinen Augen die Harry Potter Geschichte im Kern eine tolle Message hat: Akzeptiere andere so wie sie sind; Liebe & Freundschaft sind stärker als Hass.

Dass JRK Dumbledores Sexualität im Buch nicht thematisiert, stört mich nicht im geringsten. Einerseits wird er, wie du schon sagst, aus der Sicht der Schüler gesehen. Bei anderen Lehrern wird das Thema auch nicht aufgegriffen (Ausnahme : Snape & Lily, wobei da auch eher die Beziehungs-/Gefühlsebene die entscheidende Rolle spielt). Klar hätte man das Band 7 noch einbauen können.
Für meinen Geschmack ist dieser Band aber sowieso schon mit zu vielen neuen Infos überladen, sodass eine gewinnbringende Auseinandersetzung mit dem Thema wohl kaum möglich gewesen wäre. Ob darauf bei den kommenden Phantastische Tierwesen- Filmen noch näher eingegangen wird, wird man sehen.


Bezüglich des zweiten Themas: Das habe ich nur oberflächlich mitbekommen. Meines Kenntnisstands nach hatte JKR sich hauptsächlich darüber aufgeregt, dass besagte Frau ihren Job aufgrund einer Aussage außerhalb ihrer Arbeitszeit zum Thema Transgender verloren hat. Aber wie gesagt; zu wenige Infos an dieser Stelle von meiner Seite aus.

Majee

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5

Freitag, 7. Februar 2020, 21:12

Ich finde es kommt auch darauf an, wie man sich als Autor eine Figur vorstellt. Nur weil jemand homosexuell ist, heißt das ja nicht auch, dass er es auslebt - gerade auch in der Zeit in der Dumbledore jung/jünger war. Wobei die Tierwesen-Filme ja bereits zu einer Zeit spielen in der Dumbledore und Grindelwald auf verschiedenen Seiten stehen.

6

Freitag, 7. Februar 2020, 22:44

Verstehe die Aufregung nicht, weder über Dumbledore, wo im Buch und im Film genug Andeutungen sind, die mehr als eindeutig sind. Ich meine realistischerweise was hätte man denn in Fantastic Beasts machen sollen um Dumbledore's Homosexualität "besser" zu zeigen? Rückblick auf eine Liebesszene aus der gemeinsamen Vergangenheit, oder was wurde da erwartet? Genau mit sowas erweißt man der LGBTQ+ Community doch eher einen Bärendienst, wenn man sowas als "speziell" präsentiert. Es ist halt völlig normal, der Wunsch nach einer übermäßigen Darstellung an einer Stelle wo es sich einfach Null anbietet daher für mich zumindest nicht nachvollziehbar.

Zu dem Re-Tweet: So what? Sie hat also einen Tweet einer problematischen Twitter-Persönlichkeit ge-retweetet. Auch das wird mir persönlich viel zu sehr aufgeblasen. Wenn die Äußerung (k.A. was sie ge-retweetet hat) an sich problematisch sind, okay, dann muss man sich damit auseinandersetzen. Ansonsten wurde halt eine unproblematische Aussage von einer problematischen Person geteilt. Ist das wirklich einen Aufruhr wert, wenn sich JKR ansonsten exakt gegensätzlich zu der Person und ihren Ansichten positioniert hat. Ich denke nicht...

Ein "gute/unproblematische Aussage" (wenn es eine solche war) wird nicht durch einen "bösen/problematischen Autor" schlecht...
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Fine

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7

Freitag, 7. Februar 2020, 23:46

Hier ein Artikel über den Tweetinklusive dem betreffendem Tweet
https://www.vox.com/culture/2019/12/19/2…istory-timeline

Also für mich liest sich das ehrlichgesagt nur als hätte sie infrage gestellt ob man Jemanden für seine Meinung, dass Transsexualität nicht echt wäre, gleich kündigen muss.

Vincent Delacroix

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8

Samstag, 8. Februar 2020, 19:16

Ziemlich ermüdendes Thema... das jahrelange drauf Herumreiten, dass JKR in EINEM Satz Dumbledore als homosexuell definiert macht nicht sie problematisch, weil sie sich "weigert" Details zu liefern, sondern die Fans, die offenbar nicht eher ruhen wollen, bis ihr Voyeurismus befriedigt ist. Ist irgendwie als würde man zu einem homosexuellen Paar gehen und sagen: "Ach, ihr seid schwul/lesbisch? Küsst euch mal, sonst glaube ich das nicht. Aber mit Zunge und fummeln!"
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Sluggy

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9

Samstag, 8. Februar 2020, 19:59

Also, diese Transgender Geschichte hab ich jetzt auch mal nachgelesen.


Rowling hat doch nur in Frage gestellt, ob diese Wissenschaftlerin ihren Job verlieren sollte, weil sie sagte, dass Menschen ihr Geschlecht nicht einfach ändern könnten.
Wieso sollte sie deshalb etwas gegen Menschen haben, die das getan haben?
Die Wissenschaftlerin halte ich eher für naiv, zu sagen, dass sich Männer nicht einfach in Frauen verwandeln können.
Ich mein, niemand hat doch je gesagt, dass so etwas einfach wäre.
Und es gibt für die Betroffenen mit Sicherheit nicht deshalb psychologische Unterstützung bei dieser Entscheidung, weil es so einfach wäre ...
:D 8) --knuddel--

Fine

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10

Samstag, 8. Februar 2020, 21:43

Also, diese Transgender Geschichte hab ich jetzt auch mal nachgelesen.


Rowling hat doch nur in Frage gestellt, ob diese Wissenschaftlerin ihren Job verlieren sollte, weil sie sagte, dass Menschen ihr Geschlecht nicht einfach ändern könnten.
Wieso sollte sie deshalb etwas gegen Menschen haben, die das getan haben?
Die Wissenschaftlerin halte ich eher für naiv, zu sagen, dass sich Männer nicht einfach in Frauen verwandeln können.
Ich mein, niemand hat doch je gesagt, dass so etwas einfach wäre.
Und es gibt für die Betroffenen mit Sicherheit nicht deshalb psychologische Unterstützung bei dieser Entscheidung, weil es so einfach wäre ...


Naja, die besagte Dame meinte ja auch nicht geschrieben, dass es "nicht so einfach" wäre, das Geschlecht zu wechseln sondern eben "unmöglich". (My belief as i set out in my witness statement is that sex is a biological fact & is immutable. There are two sexes. Men are male. Women are female. It is impossible to change sex. These were until very recently understood as basic facts of life)
https://twitter.com/mforstater/status/12…2964736?lang=en
Und ja, wäew ich persölich transsexuell, würden mich solche Aussagen bestimmt auch aufregen und ich teile diese Minung auch absolut nicht. Ob JKR es tut bzw. ob man JKRs Iweet unbedingt so werten muss, dass sie diese Meinung teilt, weiß ich nicht.
Ich versteh den Tweet aber wie gesagt erstmal nur so, dass sie diese Kündigung deswegen kritisiert.

Majee

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11

Montag, 10. Februar 2020, 22:13

Zur Sache: Ich denke mal das kommt drauf an, nach welchem Aspekt man Geschlecht definiert (Geschlechtsmerkmale, Verhalten, Hormonspiegel, Chromosomen).

Zur Aussage: Damit werden Transfrauen m.E. bloßgestellt. Sowas einfach, vlt. etwas unüberlegt, zu retweeten ist nicht sonderlich klug.