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1

Donnerstag, 26. September 2019, 13:54

Konnte Dumbledore als homosexueller Mensch die Gefühle Snapes gegenüber Lily verstehen?

Dumbledore war ja schwul.

Konnte er trotzdem Snapes Gefühle für Lily verstehen, als er mit Snape nach Voldemorts Sturz über Harry sprach?

2

Donnerstag, 26. September 2019, 14:21

Das ist bestimmt keine bös gemeinte Frage, Merlin1, aber denk mal bitte darüber nach, was sie impliziert: Weil Dumbledore homosexuell war, kann er nicht verstehen, wie es für einen heterosexuellen Mann ist, eine Frau zu lieben? Oder kann er deswegen besser als ein heterosexueller Mann verstehen, wie es damals für McGonagall war, als sie ihm von ihrer ersten gescheiterten Liebe zu einem Mann erzählte?
Oder beziehst du die Frage nur auf Snapes Beziehung zu Harry? Da macht die Aktion Dumbledores Homosexualität mit reinzuziehen auch nicht viel Sinn. Auch ein heterosexueller Mann könnte Probleme haben, zu verstehen, wie Snape zu Harry steht. Und vielleicht macht es sogar noch mehr Sinn für einen Homosexuellen die komplizierten Gefühle zu verstehen, die jemand gegenüber den Kind der eigenen großen Liebe hat, das diese mit einem anderen Menschen zeugte. Schließlich passiert es wohl oft, dass homosexuelle Menschen sich in heterosexuelle verlieben und diese Gefühle nie erwidert werden können und dann der Mensch, in den sie verliebt waren, später mit jemand anderen leibliche Kinder bekommt.
Gefühle der Liebe sind mannigfaltig und bizarrer Weise gleichzeitig universell. Man kann die Gefühle einer anderen Person verstehen, die Herzschmerz ertragen hat, obwohl man nicht die vollkommen gleichen Erfahrungen machte.

Vincent Delacroix

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3

Donnerstag, 26. September 2019, 15:52

Sorry, aber die Frage klingt wirklich etwas seltsam. Homosexuelle sind keine andere Spezies, sie denken und fühlen wie jeder andere Mensch auch.
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Celestina Snape

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4

Donnerstag, 26. September 2019, 18:53

Was lässt dich denn daran zweifeln?

Stell dir mal folgende Situation vor: Du läufst über den Friedhof und siehst dort vor einem Grab einen weinenden Menschen stehen. In der Regel verspürt man dann Mitgefühl.
Dieses Mitgefühl hat doch aber gar nichts damit zu tun, welche Sexualität derjenige oder man selbst hat oder ob um den Partner, das Kind oder die Eltern geweint wird, sondern damit, dass man sich in etwa vorstellen kann, wie es sein muss, einen geliebten Menschen zu verlieren.

Oder meinst du das eher auf sexueller Ebene, sprich was Snape sexuell anziehend an Lilly fand?

5

Donnerstag, 26. September 2019, 20:05

Ja, auf sexueller Ebene meinte ich, habe vergesse das zu erwähnen.

6

Donnerstag, 26. September 2019, 20:19

Naja, das ist halt auch nicht anders. Ein Mann der Männer liebt, kann doch auch einen Mann verstehen, der Frauen liebt. Du hast ein Subjekt, das du liebst... und das war's doch, oder?

Vincent Delacroix

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7

Freitag, 27. September 2019, 09:43

Warum bezieht die Frage sich überhaupt exklusiv auf Snape? Dumbledore hatte in seinem Umfeld so einige Paare, da wird er vermutlich nicht großartig darüber nachdenken, warum ausgerechnet Snape etwas an Lily oder sonst irgendwem findet... und die beiden haben ausschließlich über Snapes romantische Gefühle für Lily gesprochen, nicht davon dass er sie schnackseln wollte.
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8

Freitag, 27. September 2019, 09:59

Ja, aber die Paare im Umfeld waren entweder alle schon tot, glücklich, geschieden oder hatten einen anderen Partner gefunden. Nur Snape hing noch "immer" an Lily und das "nach all dieser Zeit" - etwas, das Dumbledore vielleicht interessant fand oder es nicht so ganz verstehen konnte, zumal er selbst Grindelwald schon lange zurückgelassen hat.

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9

Freitag, 27. September 2019, 10:40

Dieses "hängt an Lily, nach all der Zeit" hat aber doch nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun.
Ich kann das nämlich nicht verstehen, dass man nach 15 Jahren noch nicht über jemanden weg gekommen ist und ich bin heterosexuell.
Veilleicht hat Snape einen leichten psychischen Schaden, er stellt eventuell Lily auf ein Podest als perfekte Idealfrau und trauert dann nicht seiner Liebe hinterher, sondern einem Ideal, das er nicht haben kann. Ein bisschen so, wie man von Ferne einen Hollywoodstar liebt. Solche Ideallieben eignen sich hervorragend als Projektionsfläche für Wünsche. Dass damit dann kein realer Mensch mithalten kann, ist logisch.
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Vincent Delacroix

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10

Freitag, 27. September 2019, 11:03

Lily war eben auch nicht nur Snapes große Liebe, sondern auch der einzige Mensch, mit dem er je befreundet war. Er ist im Streit mit ihr auseinandergegangen und dann reibt Dumbledore ihm ständig unter die Nase, dass er an ihrem Tod mitschuldig ist. Keine guten Voraussetzungen, um Trauer zu verarbeiten...
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Grashüpfer

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Freitag, 27. September 2019, 12:29

Dann wären es hauptsächlich Schuldgefühle.
Das klingt auch passend.
Die Frage ist doch, warum war er ein ganzes Leben lang nie mit irgendwem befreundet?
Dass man nicht lebenslange Freunde hat, versteh ich. Aber alle Menschen, die ich kenne, waren doch schon mal mit anderen Leuten befreundet.

Falls er aber doch Lily als Projektionsfläche benutzt, dann projeziert er nicht nur seine Idealfigur als Frau drauf, sondern auch die eines Freundes.
Kein Wunder, dass er irgendwie verkorkst ist.
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Majee

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12

Freitag, 27. September 2019, 13:42

Zitat

Die Frage ist doch, warum war er ein ganzes Leben lang nie mit irgendwem befreundet?
Dass man nicht lebenslange Freunde hat, versteh ich. Aber alle Menschen, die ich kenne, waren doch schon mal mit anderen Leuten befreundet.


Die Frage ist denke ich, wie man "Freunde" definiert. Ich denke, dass er bei den Todessern und vlt. auch später im Kollegium wohl schon Freunde hatte, aber vlt. nicht die Art von Freunden, denen man seine tiefsten Geheimnisse anvertraut. Die Frage ist eher, weshalb hatte er außer Lilli keine guten Freunde? Vielleicht weil er die falschen Leute um sich herum hatte.

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13

Freitag, 27. September 2019, 13:49

Ich konnte es trotzdem noch nie nachvollziehen, wie man einem Menschen über so viele Jahre nicht nur rational, sondern so emtional hinterhertrauert, selbst wenn es außer der Geliebten auch noch die beste Freundin war.
Irgendwann lassen die Gefühle doch nach. Dann bin ich rational traurig, sage: schade, ich vermisse es, es ist traurig
Aber es zerreisst mir doch nicht mehr das Herz.
Ja, die ersten Jahre, das verstehe ich, aber spätestens nach 10 Jahren kann ich es nicht mehr ganz nachvollziehen.
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14

Freitag, 27. September 2019, 14:11

Vielleicht sehnte er sich nach einer Beziehung und kannte nur Lilly die ihm wirklich was bedeutet hat. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass Snape vermutlich nicht massenweise Frauen kennen lerne; in der Schule war er unbeliebt und später kam er ja in recht jungen Jahren zurück nach Hogwarts. Ich glaube als Lehrer von Hogwarts lebt man schon etwas abgeschieden - keiner von Harrys Lehrern befand sich in einer Beziehung. Ich denke, er lernte einfach auch keine Frau kennen, die ihn hätte überzeugen können, dass es außer Lilly noch andere gibt die zu ihm gepasst hätten. Ich weiß aber auch gar nicht, ob er eine gewollt hätte, oder ob er seine Situation nicht als verdiente Strafe für seinen Fehler angesehen hat.

15

Freitag, 27. September 2019, 14:40

Eben. Was in Snape-Diskussionen immer vergessen wird ist, dass das nicht der alte Mann alà Alan Rickman (der ~70 Jahre alt war), sondern, dass Roman-Snape im Alter von nur 38 Jahren stirbt! Überschlagen wir doch mal kurz: Snape kennt Lily seit ihrer Kindheit, sie stirbt mit 21. Normale Trauerbewältigung ist etwa, dass man pro 10 Jahre gemeinsamen Lebens 1 Jahr braucht um darüber hinzukommen (ist btw. für Tod und Beziehungsende etwa gleichlang) Heißt Snape bräuchte theoretisch nur ein Jahr um über Lily hinwegzukommen.
Allerdings hat das im Falle von Snape nichts mit normaler Bewältigung zu tun, sondern er kämpft währenddessen in zwei magischen Kriegen, arbeitet dabei als Doppelagent und wird nebenbei auch noch ständig daran erinnert, dass er Lily bevor er sie an den Tod verlor bereits an James Potter verlor durch Harry.

Finde es da etwas sehr einfach gedacht zu sagen nach 10 Jahren muss da vergessen sein.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

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16

Freitag, 27. September 2019, 15:25

Genau das schrieb ich ja eben nicht....vergessen.
Sondern emotional bewältigt
"nicht nur rational, sondern so emtional hinterhertrauert", hab ich geschrieben und das meine ich auch
Nicht vergessen, sondern ohne gleich zusammenzubrechen dran denken.
Der Schmerz ändert sich eben mit der Zeit, dann ist er nicht mehr reißend und man fühlt sich, als würde einem das Herz aus der Brust gerissen, sondern erinnert sich mit Bedauern, Bitterheit oder Wehmut.
Für mich das in den Büchern und Filmen eher so eine Märchen-Reminiszenz...er liebte sie wie am ersten Tag bis zu seinem letzten Atemzug. Das ist hübsch zu lesen, aber ich denke nicht, dass es was mit Wirklichkeit zu tun hat.
Und wenn es Schuldgefühle sind, die ihn hauptsächlich noch an Lily binden, dann ist das was anderes als nie bewältigte Liebe
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17

Freitag, 27. September 2019, 18:49

das Dumbledore vielleicht interessant fand oder es nicht so ganz verstehen konnte, zumal er selbst Grindelwald schon lange zurückgelassen hat.
Wissen wir denn, ob Dumbledore Grindelwald jemals voll und ganz zurückgelassen hat?

Veilleicht hat Snape einen leichten psychischen Schaden, er stellt eventuell Lily auf ein Podest als perfekte Idealfrau und trauert dann nicht seiner Liebe hinterher, sondern einem Ideal, das er nicht haben kann.

Klingt für mich ziemlich einleuchtend. Habe das auch schon mal durchgehabt, mit dem ersten Mädchen, in das ich verliebt war. Da hab ich auch viel zu lange noch hinterher getrauert, dass es niemals wirklich zwischen uns gab (es waren aber nicht über zehn Jahre, keine Angst :) ). Aber irgendwann merkt man dann, dass man eigentlich nichts mehr mit dem Mensch zu tun hat, dass man selber nicht mehr der gleiche Mensch wie damals war und das man eigentlich in eine Art Phantom verliebt ist.
Oder auch nicht. Hey, Leute sind unterschiedlich. Und das Snape eine Klatsche hatte, wissen wir doch alle, oder?
Natürlich sind seine Gefühle nicht unbedingt realistisch, sondern vielmehr zu dramatischen Zwecken...
keiner von Harrys Lehrern befand sich in einer Beziehung

Sorry, stimmt net. McGonagall war tatsächlich verheiratet, obwohl nur für drei Jahre, weil ihr Ehemann früh verstarb (Pottermore-Artikel). Zugegeben, dass war allerdings bevor Harry nach Hogwarts kam. Und wir wissen doch, dass Neville später Kräuterkunde unterrichtet und auch verheiratet ist. Das ist dann allerdings lange nach Harrys Zeit.
Und was sonstige Lehrer angeht, wissen wir nicht, ob sie wirklich keine Beziehungen haben. Es wird nie in den Büchern erwähnt, weil es nicht unbedingt wichtig ist, dass die Schüler (oder die Leser) es wissen. Ich meine, bei der Hälfte meiner Lehrer könnte ich auch nicht sagen, ob sie verheiratet waren, oder so. Bei manchen hab ich es einfach angenommen, aber da war ich noch jung und dachte, ab einer bestimmten Zeit ist man einfach automatisch verheiratet, doch mit Sicherheit wusste ich es wirklich nicht.

18

Freitag, 27. September 2019, 20:33

Wissen wir denn, ob Dumbledore Grindelwald jemals voll und ganz zurückgelassen hat?


Ja, denn er sah im Spiegel seine Familie und nicht Grindelwald.

Vincent Delacroix

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19

Freitag, 27. September 2019, 20:39

Ein Mensch kann mehr als eine Sache haben, die er begehrt. Ist dann halt eben die Frage, was davon überwiegt und vom Spiegel gezeigt wird. Seine Familie lebendig und vereint zu sehen geht ihm dann eben halt vor Grindelwald. Ist aber noch lange kein Indiz dafür, dass er sich emotional von ihm gelöst hat.
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20

Freitag, 27. September 2019, 21:43

Ja, denn er sah im Spiegel seine Familie und nicht Grindelwald.

Joa, stimmt schon. Is ein Argument.

Da wir gerade aber dabei sind, wisst ihr noch, woher diese Info stammte? Wurde nie in den Büchern erwähnt, sondern von Rowling in einem Interview erzählt, oder?