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Vincent Delacroix

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1

Sonntag, 4. November 2018, 23:46

Argus Filch

Wir alle kennen ihn, und wir alle wissen nicht so recht, was wir von diesem Mann halten sollen. Argus Filch ist nicht nur magisch unbegabt, sondern auch menschlich jemand, den man so ganz und gar nicht innerhalb eines Internats wissen will: Er ist stets schlecht gelaunt, fantasiert offen darüber Schüler zu foltern und behauptet, dies auch schon getan zu haben, und seine Arbeit bereitet ihm scheinbar nichtmal Vergnügen. Weder die Schüler noch die Lehrer mögen ihn, er scheint an Freundschaften nicht interessiert - es sei denn, man ist Dolores Umbridge und teilt seinen Hang zum Sadismus. Was hat dieser Mann an einer Schule verloren? Er hat in den Romanen keine wichtige Rolle gespielt, es gab keinen Hinweis darauf, welchen Nutzen Dumbledore darin gesehen hat, ihn zu beschäftigen. Hielt er ihn einfach nur für einen bemitleidenswerten Mann, der irgendwie sein Geld verdienen muss? Oder schuldete er Filch sogar aus irgendeinem Grund einen Gefallen? Ist er nur so verbittert, weil die Freuden der Zauberei, mit der er tagtäglich zu tun bekommt, ihm versagt bleiben? Oder gab es etwas in seiner Vergangenheit, das ihn zu einem sadistischen Kinderhasser hat werden lassen?

Ich hatte immer gehofft, dass Filch nochmal eine größere Rolle in den Romanen spielt, dass man vielleicht etwas mehr über die seltsame Beziehung zu seiner Katze Mrs Norris erfährt und sich all das irgendwie auf die Story auswirkt. Aber er bleibt bis zum Schluss ein verachtenswerter Nebencharakter ohne Motiv und ohne Geschichte. Natürlich könnte man als Motiv aufführen, dass er so eine Art männliches Gegenstück zu Tante Petunia ist und sein Hass einzig daher rührt, dass er selbst ein Squib ist - aber warum führt er dann überhaupt diesen Job aus, wenn die Ausübung von Magie ihn dermaßen triggert? Man möchte ja auch meinen, dass Squibs einfach eine "normale" Schullaufbahn absolvieren und sich dann eben einen Job in der Muggelwelt suchen können, der ihnen zusagt.
Hast Du verstanden? Nimm' die Nadel und den Faden!
Nähe sie zusammen, leg' dich zu ihr in die Maden.
Du musst die Nadel tiefer in sie rammen -
Komm, nimm den Faden und nähe sie zusammen!

(Samsas Traum - Der Wald der vergessenen Puppen)

If love is such a beautiful thing, why does it hurt and make you bleed?

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Merlin1

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2

Montag, 5. November 2018, 12:21

Dumbledore ist doch dafür bekannt, dass er komische Gestalten in seine Schule aufnimmt wie einen Halbriesen, einen Werwolf, einen ehemaligen Todesser, eine schwindelnde Hellseherin... insofern ist Filch in diesem Fall nichts besonderes.

Allerdings glaube ich, dass Filch Dumbledore gegenüber loyal ist und ihm vertraut, denn er beruhigt sich nur wegen Dumbledore als Mrs. Norris versteinert gefunden wird- und im 3. Film (auch Buch?) befolgt er jede Anweisung von Dumbledore, nennt ihn "Professor, Direktor" und sorgt dafür, dass das Schloss vor Black sicher ist.

Dumbledore schien mit Filch immer zufrieden gewesen zu sein, sonst hätte er sich einen anderen Hausmeister gesucht...und in Hogwarts sollte es schon etwas disziplinisch vorangehen.

Und Mrs. Norris...vielleicht sind Filch und seine Katze das Gegenteil zu Hagrid und Fang.

Hoffe, ich konnte helfen.

3

Montag, 5. November 2018, 20:57

In einer meiner Lieblingsfanfiktion (Arabella Figg) stellt Dumbledore ihn ein, um ihn vor Lord Voldemort zu schützen. Squibs waren schon in seiner ersten Herrschaftsepisode gefährdet.

Grashüpfer

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4

Dienstag, 6. November 2018, 08:12

Ich denke auch, dass Dumbledore ein Faible für verlorene Seelen hat. Er hat Hagrid ein Heim gegeben und Dobby arbeitet in der Küche, sogar Winky ist da, obwohl die nur säuft und nicht arbeitet.
Ich finde das nicht so ungewöhnlich, dass ein Kerl Hausmeister einer Schule ist, vor dem die Kinder eher Angst empfinden. Der Hausmeister meines Gymnasiums war auch so. Zu dem ist man nur gegangen, wenn es wirklich gar nicht anders möglich war. Er war echt unfreundlich an seinem Verkaufsstand, immer unfreundlich.
Wobei Hausmeister eben auch dafür da sind. dass das Abwasser abfließt und die Lampen funktionieren und nicht als Ausheulschulter für Schüler.
Mir ist schon oft aufgefallen, dass das in Hogwarts vollkommen zu kurz kommt. Die Kinder haben da keinen Erwachsenen, mit dem sie wirklich reden können. Es gibt Lehrer, das schon, aber da steht eben immer dessen Funktion als Notengeber im Weg. Ich kenne das von Internaten oder Wohnheimen halt so, dass es da Erzieherinnen oder SozPäds gibt, die quasi als Elternersatz dienen. Filch kann das auf alle Fälle nicht leisten.

Und die Katze: Wer niemand anderen hat, der hat eben eine besondere Beziehung zu seinem Haustier. Da braucht man sich nur die ganzen alten Damen und ihre Schoßhündchen anschauen.
Mrs Norris ist ja auch keine gewöhnliche Katze. Ist sie nicht so etwas wie Krummbein? ein Halbkniesel oder ein ganzer Kniesel? Mit so einem intelligenten Geschöpf kann an dann eine noch intensivere Beziehung aufbauen, gerade weil sich die beiden von Charakter und Hobbys sehr ähnlich sind
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Merlin1

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5

Dienstag, 6. November 2018, 16:57

Die Kinder haben da keinen Erwachsenen, mit dem sie wirklich reden können. Es gibt Lehrer, das schon, aber da steht eben immer dessen Funktion als Notengeber im Weg. Ich kenne das von Internaten oder Wohnheimen halt so, dass es da Erzieherinnen oder SozPäds gibt, die quasi als Elternersatz dienen. Filch kann das auf alle Fälle nicht leisten.

Hm? Natürlich gibt es Ansrechpersonen wie die Hauslehrer und die Vertrauensschüler.

Velleicht gibt es dafür eben die Vertrauensschüler? Sie heißen ja nicht umsonst "Vertrauens" schüler..

Z. B hat Percy Harry im 2. Band wichtige Informationen über das Wählen der Fächer für das 3. Jahr gegeben und ihm gesagt, Harry könne ihn immer fragen, falls er Hilfe brauchen sollte.

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (6. November 2018, 17:40)


Grashüpfer

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Dienstag, 6. November 2018, 18:11

Es geht mir nicht um technische Beratung, wenn man nicht weiß, was man wählen soll, sondern um erwachsene Ansprechpartner und die gibt es eben nicht. Es gibt einen Hauslehrer, den sehen die Schüler außer im Unterricht nie. Und es gibt 15jährige Vertrauensschüler, die sind mitten in der Pubertät und haben von den meisten Dingen selber keinen Schimmer.
Ich meine eben jemanden, der erwachsen ist und mit den Kindern dort lebt. Jemanden, der den täglichen Umgang begleitet. Einen Menschen, der ihnen sagt, dass man seine Schmutzwäsche nicht auf den Boden wirft, dass man Guten Morgen sagt, anderen die Tür aufhält. Jemanden, der einen in den Arm nimmt und zuhört, wenn man Liebeskummer hat oder die Oma gestorben ist. All das kann ein anderer Jugendlicher, auch wenn er als Vertrauensschüler auftritt, nicht leisten, weil er genau so einen Ansprechpartner selber bräuchte.
Und genau aus diesem Grund, ist jede Wohngruppe mit Minderjährigen betreut. Die wohnen nicht einfach zusammen nach dem Motto, wird sich schon alleine regeln.
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Merlin1

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Dienstag, 6. November 2018, 18:49

weiß, was man wählen soll, sondern um erwachsene Ansprechpartner und die gibt es eben nicht

Doch, die gibt es. Nur trauen sich die Schüler eben nicht, sie anzusprechen. Sieht man doch gut bei dem Gespräch zwischen Harry und Nick im 5. Band, wo sie über den Tod reden. Und mit Madame Pomfrey kann man sicher auch gut reden, wenn man mal verletzt ist und im Krankenflügel bleiben muss.

Ich meine eben jemanden, der erwachsen ist und mit den Kindern dort lebt. Jemanden, der den täglichen Umgang begleitet

Naja, Hogwarts zwingt keinen dahin zu gehen, insofern müssen sich die Schüler mit dem System dort abfinden, wenn die dahin gehen wollen.
Das Leben ist kein Wunschkonzert - auch nicht in Hogwarts.

Einen Menschen, der ihnen sagt, dass man seine Schmutzwäsche nicht auf den Boden wirft, dass man Guten Morgen sagt, anderen die Tür aufhält.

Das lernt man doch schon im Kindergarten oder im Elternhaus, warum sollte einer das 11-jährigen beibringen? Ist doch selbstverständlich und gehört zur Erziehung und dem guten Benehmen - vor allem bei Muggelstämmigen. Und die Lehrer grüßen ihre Schüler auch immer mit Guten Morgen wie Madame Hooch, Professor Sprout in den Filmen z.B

Jemanden, der einen in den Arm nimmt und zuhört, wenn man Liebeskummer hat oder die Oma gestorben ist

Dafür sind die Freunde oder Haustiere da (für die meisten jedenfalls)

Edit: ein spannendes Thema, wohlgemerkt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (6. November 2018, 19:05)


Grashüpfer

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8

Dienstag, 6. November 2018, 19:06

Ja, das Benehmen muss man 11jährigen noch beibringen und 12jährigen und manchmal auch noch 14 und 15jährigen. Kinder kommen eben nicht mit perfektem Benehmen aus dem Kindergarten. Das ist ein langer Prozess und der braucht Begleitung. Tatsache ist, dass es keine Ansprechpartner gibt, jemanden, den man sich nicht ansprechen traut, ist dann kein Ansprechpartner.
In Kinderheimen, Wohngruppen, Wohnheimen und allen anderen Einrichtungen gibt es diese Leute nicht umsonst, Erzieher zB, weil Kinder das für ihre psychosoziale Entwicklung brauchen. Wären sie überflüssig, würde der sparsame Staat sie nicht bezahlen, sondern sie einsparen.
Es gibt keine Alternativen zu Hogwarts, also geht man dorthin. Zwang? Irgendwie schon.
Rowling hat einfach verpasst, solche Ansprechpartner einzubauen. Ich weiß auch, warum sie es vielleicht sogar absichtlich getan hat. Weil es Kinderbücher sind, später dann Jugendbücher. Schaut man sich Kinder- und Jugendbücher (oder auch Filme) an, dann merkt man, dass das oft vorkommt. Pipi Langstrumpf wohnt allein, Kevin ist allein zu Haus, die Tribute kämpfen allein ohne Erwachsenen. Die fünf Freunde ermitteln alleine, genau wie TKKG. Macht mach KiKa an, dann kommen dort in den ganzen Zeichentrickquatschserien praktisch nur Kinder vor, die alle Probleme ohne Erwachsene lösen und Abenteuer mit gleichaltrigen Freunden bestehen.
Das ist also dem Aufbau als Kinderbuch geschuldet, für die Kinder in Hogwarts förderlich oder auch nur logisch nachvollziehbar ist das nicht.
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Merlin1

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Dienstag, 6. November 2018, 19:53

Bitte Antwort löschen

-

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (9. November 2018, 12:03) aus folgendem Grund: etwas gemein und beleidigend geschrieben, bitte um Entschuldigung


Grashüpfer

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Dienstag, 6. November 2018, 20:01

wenn du kein Wort Französisch sprichst, kannst du nicht einfach nach Beauxbatons gehen, wo Durmstrang genau liegt, wissen die wenigsten, also kann man auch da nicht einfach vorbeimarschieren und um Aufnahme bitten.
Die Kinder werden eben nur von Hogwarts angeschrieben und haben faktisch keine Auswahl.

Es geht eben nicht um einen Rat oder Hilfe per Post, es geht um Zwischenmenschliches, um Nähe, Vertrauen und Beziehung und da hilft ein Brief nicht. Eine Vertrauensperson (und zwar eine erwachsene) ist ein Resilienzfaktor. Ich studiere das, ich weiß, dass es wichtig ist. Ich könnte dir eine Studienarbeit drüber schreiben, dass es wissenschaftlich erwiesen ist, dass Kinder eine Bezugsperson brauchen.

Ja, es gibt auch bedeutende Persönlichkeiten, die unter widrigen Umständen aufwachsen, das heißt noch nicht, dass es für alle anderen gut ist. Und sei so gut und unterscheide ein bisschen. Es ist keine Tatsache, dass Hogwarts viele wohlgeratene, charakterlich gefestigte, glückliche und zufriedene Menschen hervorgebracht hat, obwohl sie ohne Bezugspersonen aufgewachsen sind. Denn das ist eben keine Tatsache, sondern hat eine Autorin erfunden. Rowling schreibt, dass sie so in Hogwarts aufgewachsen sind. Das heißt nicht, dass es in RL unter diesen Bedingungen auch so wäre.
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11

Dienstag, 6. November 2018, 22:45

Huiii, da ist mein kleiner Diskussionsanstoß ja schon ein bisschen eskaliert - gefält mir! :D

Ich gebe Grashüpfer in allen Punkten recht - das Thema "Sozialpädagogik" spielt in Hogwarts scheinbar absolut keine Rolle, obwohl es in so einigen Fällen DRINGEND nötig wäre.

Harry Potter? Hat seine gesamte Kindheit bei Pflegeeltern verbracht, die sich nicht die Bohne für ihn interessiert haben und eine offene Abneigung ihm gegenüber gezeigt haben. Man versucht mehrfach ihn umzubringen, er sieht einen Mitschüler sterben, er wird wortwörtlich zu einem Kindersoldaten erzogen. Kommt jemand auf die Idee, dass der Junge eine Therapie nötig hätte? Nö.

Ginny Weasley? Eine Art Dämon ergreift Besitz von ihr, zwingt sie dazu Mitschüler zu töten (oder es zu versuchen), sie selbst geht dabei am Ende fast drauf. Man drückt ihr ein Trostpflaster auf's Knie und schickt sie zurück in den Alltag.

Neville Longbottom? Wird von seiner Großmutter und dem Rest seiner Familie als minderwertig erachtet, weil er anfangs nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten kann. Wird von einem seiner Lehrer am laufenden Band so sehr heruntergemacht, dass dieser seine größte Angst ist. Aber wir sind hier nunmal auf Hogwarts, da muss man sich ab dem zarten Alter von 11 nunmal irgendwie durchbeissen.

Das sind jetzt nur ein paar Beispiele. Man muss bedenken: Die Schüler von Hogwarts besuchen ein Internat, verbringen fast das gesamte Jahr dort. Wenn sie Probleme haben, können sie nicht mal eben zu ihren Eltern gehen oder sich in ihrem Zimmer verbunkern. Sie werden ab einem sehr jungen Alter ins kalte Wasser geworfen und müssen lernen, sich in einer wettbewerbsüchtigen Gesellschaft (Rivalität zwischen den Häusern, Kampf um den Hauspokal) zurechtzufinden, ihre Ängste und Probleme ohne vertraute Bezugsperson zu überwinden und sind - zumindest in der Zeit, zu der Harry Potter Hogwarts besucht - den Launen eines halbsenilen, verantwortungslosem Schulleiter ausgesetzt.

Berücksichtigt man all das und noch viel mehr, darf man sich doch schonmal die Frage stellen, ob JK Rowling eine makellose Märchenwelt, in der wir alle gern leben würden erschaffen hat - oder unterhalb dieser Oberfläche einfach nur grausamer ist, als es ein Stephen King, Richard Laymon oder George R. R. Martin zusammen jemals sein könnten. :D
Hast Du verstanden? Nimm' die Nadel und den Faden!
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