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  • »Potter Fan 456« ist männlich
  • »Potter Fan 456« ist der Autor dieses Themas

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1

Donnerstag, 6. September 2018, 17:04

EM 2024 - Deutschland oder Türkei?

Am 27. September 2018 soll entschieden werden, welches Land die EM 2024 austragen darf. Nominiert dafür wurden Deutschland und die Türkei.
Ich weiß nicht, ob es passend ist, dass ausgerechnet die Türkei unser Konkurrent ist. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei waren in der Vergangenheit nicht immer gut.
Will aber auch euch mal fragen. Was denkt ihr, wer es wird? Deutschland oder Türkei? Welche Argumente sprechen für Deutschland, welche dagegen? Welche Argumente sprechen für die Türkei, welche dagegen?

Deutschland war ja bereits im Jahr 2006 Gastgeber einer WM. Eigentlich könnten die sowas erneut schaffen. Was glaubt ihr? Ich freue mich auf eure Ansichten zu dem Thema.
Ach und vergesst die Umfrage nicht. Auch so zeichnet sich schnell wieder ein Meinungsbild ab. Wie es ausgeht, werden wir im Nachhinein sehen.

2

Donnerstag, 6. September 2018, 20:27

Deutschland war bereits erfolgreich 2x WM-Gastgeber und einmal EM-Gastgeber 1988 - die Türkei war überhaupt noch nie Gastgeber einer WM/EM.

Ich habe für die Türkei entschieden, weil dieses Land ebenfalls eine Chance bekommen sollte.
Natürlich wäre ich mit Deutschland auch zufrieden.

Mit Politik kenne ich mich leider nicht aus, deshalb kann ich leider nichts dazu beitragen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (6. September 2018, 20:35)


Vincent Delacroix

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3

Freitag, 7. September 2018, 21:39

Da Fußball mir mal soooo was von egal ist, können die die EM meinetwegen auf dem Mond veranstalten, aber nun gut... aus politischer Sicht ist das momentan sehr vage einzuschätzen. Die Weltpolitik ist zur Zeit recht wackelig, und man kann nur mutmaßen, wie das alles in sechs Jahren aussehen wird - aktuell ist es ja nunmal so, dass die Türkei sich nicht gerade beliebt macht und eine Menge Menschen gut und gerne drauf verzichten können, dort einer EM beizuwohnen. Erdogan tut dem Ruf des Landes alles andere als gut und es ist nicht übertrieben ausgedrückt, dass die Türkei um den Gastgebertitel "kämpfen" muss. Nun ist die Frage, ob Deutschland momentan so viel sympathischer dasteht - gewisse Medien verbreiten das Bild, dass hier alle zwei Minuten ein Mord oder eine Vergewaltigung stattfindet, und nun auch noch die Bilder von Nazi-Aufmärschen in Sachsen, die um die Welt gehen. Nicht gerade ein Hauptgewinn für die Tourismuswirtschaft.
Hast Du verstanden? Nimm' die Nadel und den Faden!
Nähe sie zusammen, leg' dich zu ihr in die Maden.
Du musst die Nadel tiefer in sie rammen -
Komm, nimm den Faden und nähe sie zusammen!

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planternol

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4

Donnerstag, 20. September 2018, 11:37

Für mich ist die Türkei eines der unsympathischsten Länder überhaupt. Mein einwöchiger Besuch 2006 an der türkischen Riviera (nie wieder!!)... der Fall Marco Weiß... und das Verhalten vieler (nicht aller!) Türken hierzulande, die ich kennen gelernt habe, haben dieses Bild geprägt (ich gehe jetzt hier nicht auf Einzelheiten ein).
Was aber wirklich gar nicht geht, ist das Verhalten vom aktuellen Staatspräsident Erdogan. Seit den Demonstrationen im Gezi-Park 2013 geht er im eigenen Land rigoros gegen Kritiker und Oppositionelle vor, lässt Demonstranten niederknüppeln und sperrt unliebsame Journalisten unter fadenscheinigen Argumenten ein. Dann bezeichnet er die Deutschen als Nazis bzw. Faschisten, nur weil wir es nicht akzeptieren, dass er hierzulande Wahlpropaganda macht.

Eine Fußball EM oder WM ist eben nicht nur eine Sportveranstaltung, sondern steht eben auch immer als Präsentation des Gastgeberlandes. In dieser Rolle würde ich die Türkei selbst dann nicht sehen wollen, wenn es einen anderen Konkurrenten geben würden als Deutschland.

Nach der super schönen und rundum gelungenen Weltmeisterschaft 2006 habe ich mir sehr gewüscht, dass wir irgendwann in mittlerer Zukunft auch nochmal Gastgeber einer EM werden. Das ist im Prinzip immer noch so, allerdings nerven die Vorgaben der UEFA doch schon ziemlich. Theoretisch wurden Zusagen an die Mithaftung der Gastgeberstädte gestellt, die hierzulande rechtswidrig sind...selbst Dortmund wollte sich fast zurückziehen. Noch schlimmer: Die UEFA macht es quasi als Vorgabe, erhebliche Steuererleichterungen zugesprochen zu bekommen... also im Klartext, die wollen ihre ganzen Gewinne selbst einsacken, statt wie gewöhnliche Vereine bzw. Eventveranstalter alles ordnungsgemäß zu versteuern (aber die Polizei soll natürlich trotzdem der Steuerzahler berappen...).

Und ja, ich bin auch enttäuscht, dass Hannover diesmal nicht EM-Spielort werden soll, trotz traditionell sehr großer Sportbegeisterung in dieser Region. Die Begründung: Zu wenige 5-Sterne Hotels, zu kleiner VIP-Bereich, zu wenig leistungsfähiger Flughafen (dabei hatte sogar Hamburg den Hannoverschen Flughafen als Pluspunkt der Bewerbung herausgestellt wegen der Nachtlandemöglichkeit). Kurzum: Lauter Gründe, die dem normalen Fußballfan eigentlich am Allerwertesten vorbei gehen und nur für die Bonzen der UEFA relevant sind.


Also in der Abwägung der Entscheidung nächste Woche bin ich trotzdem für Deutschland... aber halt nur mit Bauchschmerzen, weit weg von der Leichtigkeit und Euphorie im Vorfeld der WM 2006.