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Potter Fan 456

Waddiwasi-Profi

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161

Dienstag, 26. März 2019, 18:39

Was haltet ihr eigentlich von der aktuellen Urheberrechtsreform? Die wurde heute beschlossen und sie wird wohl auch Foren betreffen. --mellow--

DinosaurWizard

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162

Dienstag, 26. März 2019, 20:33

Stinksauer wäre untertrieben >:(

Moin

ich habe ehrlich gesagt kein Verständnis für diese Reform.
Klar, jemand der Original-Content produziert sollte sowohl das Recht als auch die Mittel kriegen, um seine Schöpfung zu verteidigen; aber mit diesen "Reformen", soweit ich diese verstanden habe, werden die Schöpfer quasi Mundtot gemacht, wenn sie nicht schon eine Fanbase haben.

Oder auch die Sache mit Google; in Zukunft soll Google sich ja die Erlaubnis (*hust* Lizenz *hust*) von Zeitschriften einholen, um deren Artikel dann bereitstellen zu dürfen. Wie soll das dann in Zukunft mit der Suche funktionieren?

Und, mein persönlicher Liebling, die Ignoranz gegenüber dem Volk. War am Wochenende mit Freunden auf einer der Demos, und Petitionen unterschrieben wo es nur ging. Und was denken sich unsere lieben Politiker? "Das sind nur Bots", "Die sind gekauft".

SCHWACHSINN!!!

Anstelle sich in etwas einmischen zu wollen von dem sie selbst keine Ahnung haben, und hier zitiere ich mal ganz frech Merkel's "Neuland", nur um ein paar Großen das Leben einfacher zu machen, sollten sich die Herren und Damen lieber um die Killerorange im weißen Haus kümmern.

Sorry für diesen nicht sehr objektiven Ausbruch, es kotzt mich einfach nur an -_-

Vincent Delacroix

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163

Dienstag, 26. März 2019, 22:59

Es wäre ja irgendwie lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Das Internet in seinen Ursprüngen existiert seit etwa 30 Jahren. Um die Jahrtausendwende wurde das Ding langsam ernst, aber wohl nicht ernst genug. Das Internet war irgendso ein "Nerd-Ding", wer es drauf hatte mit HTML eine schrottige Homepage zu basteln, wurde a) in der Schule verprügelt oder war b) eine große Nummer auf dem wachsenden IT-Markt. Aber so wirklich wissen wollte davon niemand etwas, außer man hat Kochrezepte oder Telefonnummern gesucht. Bis zum Jahr 2010 ist dann alles explodiert: Das Internet war dank Social Media und YouTube längst salonfähig. Der Begriff "Meme" wurde gepragt, die Chaträume quollen über und wer etwas auf sich hielt, hatte mindestens 200 Follower auf Twitter bzw Freunde bei Facebook. Aber irgendwie konnte man das Phänomen noch nicht so recht ernst nehmen. Es war zwar nicht mehr nur ausschließlich ein Hobby für verschobene Computerkids, aber so eine Jugendsache. Sprung ins Jahr 2017. YouTube und Netflix sind DAS Fernsehen des 21. Jahrhunderts. Menschen können ohne WhatsApp und Facebook kaum noch sozialisieren. Irgendwelche Leute Anfang 20 erlernen auf eigene Faust den Beruf "Youtuber"/"Streamer" und verdienen reichlich Geld damit. Plötzlich merken die alten Leute in der Politik auf: "Dieses Internet... was ist das eigentlich?" und stellen fest: Daraus lässt sich Profit schlagen! Vor allem für uns! Mit dem guten alten Konzept des Urheberrechts! Ein Gesetz muss her! Am besten beschließen wir das jetzt sofort... ooooh, Moment. Die Fußball-Weltmeisterschaft findet im Sommer 2018 statt. Super, da sind die Leute vor die Glotze gefesselt und interessieren
sich nicht dafür, was wir in dieser Zeit so tun. Haben sie nämlich noch nie. Uuuund raus mit dem Entwurf. Deutschland im Herbst 2018: Die Leute lesen irgendwas über einen ominösen "Artikel 13", der demnächst durchgewunken werden soll. Unerhört! Wann wurde das mit dem Volk kommuniziert? Ich darf jetzt bald keine Katzenvideos mehr auf Facebook teilen? Mir keine Let's Plays ansehen? Skandal!

Eine schöne Geschichte, oder? Mit zweierlei Moral: Ja, ahnungslose Politiker halten die Leute für noch ahnungsloser als sich selbst. Erst interessieren sie sich Jahrzehnte lang überhaupt nicht für etwas, aber kaum wird auffällig dass man Millionen Leuten mit irgendeinem schwachsinnigen Gesetz den Spaß an der Sache nehmen kann, sie eventuell sogar verklagen und ein bisschen Geld einsacken, wird es interessant. Zweitens: Das Konzept "Brot und Spiele" ging mal wieder auf. Während europaweit Leute mit Chips und Bier vor dem Fernseher hockten und sich für nichts anderes als Männer die mit Bällen spielten interessierten, anstatt mal die wirklich bedeutsamen Nachrichten zu lesen und gegebenenfalls zu sagen: "Nö, das möchte ich nicht!", wurde das alles schon unter Dach und Fach gebracht. Eine Woche vor dem entgültigen Erlass auf die Straße gehen ist zwar eine nette Geste, bringt aber grob über den Daumen gepeilt nichts. Das einzige was hilft wäre, dass Nutzer und Urheber nun konsequent standhaft bleiben und immer wieder mal versuchen, mit stetem Tropfen den Stein zu höhlen. Der Vergleich hinkt zwar, aber man schaue mal Richtung UK: Dort kapieren die Leute auch, dass sie mit dem Thema "Brexit" zu lasch á la "Ja, okay, macht, nach mir die Sintflut!" umgegangen sind. Jetzt bekommen sie die ersten Folgen zu spüren und wollen von der Straße aus doch nochmal korrigieren. Aber auch wenn hier andere Hintergründe vorliegen, kann man vielleicht in beiden Fällen nochmal rückwirkend den Schaden begrenzen und künftig vorher wissen, was irgendwelche halbgaren Gesetzesentwürfe wirklich für uns alle bedeuten könnten...
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JaimeeWhite

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Mittwoch, 27. März 2019, 15:06

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Vincent Delacroix

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Mittwoch, 27. März 2019, 15:13

Uff. Irgendwie hat man mittlerweile bei jedem zweiten Newsartikel das Gefühl, es käme vom Postillon. Das sagt nix gutes über unsere Welt aus --pinch--
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planternol

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Mittwoch, 27. März 2019, 16:03

Kann den Artikel von Jaimee nicht aufrufen, aber das mit dem falschen Knopf scheint häufiger vorzukommen, wie das offizielle Protokoll der Abstimmungen beweist. Die Abstimmung über die Änderungsanträge zur Urheberrecht-Richtlinie sind übrigens unten auf Seite 51, ab Seite 52 geht es dann um die tatsächliche Richtlinie.

Es freut mich hier zu lesen, dass die von mir gewählte Abgeordnete (Frau Gesine Meissner, FDP) immerhin auf der richtigen Seite der Geschichte steht. Wie übrigens auch Herr Sonneborn von DIE PARTEI, um mal ein prominenteres Beispiel zu nennen. Auch Bernd Lucke, ehemals AfD, stimmte für Änderungen und gegen die (unveränderte) Richtlinie.
Aber insgesamt haben sich leider die Lobbyisten durchgesetzt.

Die Zusammenfassung von Vincent finde ich ganz nett geschrieben (ich habe die Zeit 1998-2001, als das Internet gerade unter uns Studenten so hypte, übrigens auch sehr genossen, wie auch die tollen Downloadmöglichkeiten durch die Napster-Tauschbörse^^), aber den Zusammenhang mit der Fußball-WM finde ich dann doch etwas weit hergeholt. Ich habe letztes Jahr ehrlich gesagt überhaupt keine Leute getroffen, die vor der Glotze gefesselt waren, sondern eher eine verbreitete Egal-Haltung wahrgenommen. Ganz anders als noch 2006, 2010 und 2014. Aber gut, das mag in Frankreich anders gewesen sein.^^


Gestern war für mich echt ein schlechter Tag, auch das Ergebnis einer andere Abstimmung gefällt mir nicht. Ich mag die Sommerzeitregelung so wie sie ist, weil sie einfach beide Vorteile kombiniert: Zusätzliche lange helle Abende im Sommer und jahreszeitliche Angleichung der Aufstehzeit an den Sonnenaufgang.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »planternol« (27. März 2019, 16:11)


167

Mittwoch, 27. März 2019, 17:56

Die Europäische-Urheberrechtsreform ist der Anfang des Versuchs das Internet unter Kontrolle zu bekommen. Nachdem in der EU, insbesondere in der BRD, die großen, wichtigsten Medien gleichgeschaltet sind, ist das freie Internet ein Stachel im Fleisch der Globalisierer. Die Europäische Union ist keine Union von Bürgern, sondern ein Zusammenschluss von Wirtschaftskriminellen/Konzernen. Diese ist auch nur als Vorstufe einer Globalen Union zu sehen. Bevor sich Bildzeitungsleser jetzt echauffieren, wer über politische Reizthemen diskutieren will, dem sollte vorher klar sein, dass er vielleicht etwas zu hören bekommt, dass eventuell an seinem Weltbild kratzt.

Grashüpfer

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Mittwoch, 27. März 2019, 18:18

Ich bin kein Bildzeitungsleser, aber ich glaube auch nicht jede Verschwörungstheorie ;)
Tatsächlich bin ich unentschlossen, was ich von der Regelung halten soll, denn dass es für alle frei jeden Zeitungsartikel im Internet gibt, dafür bin ich nämlich auch nicht. Schließlich schreibt das jemand, der Geld verdienen muss um sein Abendessen zu bezahlen und dann wirds in Zeitungen gedruckt, mit Hilfe von Leuten, die ebenfalls Geld verdienen wollen.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Geduld ist, sehr langsam wütend zu werden

169

Mittwoch, 27. März 2019, 18:55

@Grashüpfer
Das, mit dem Geldverdienen sehe ich auch so. Und das ist auch das Problem. Gibt ein Chefredakteur seinem Redakteur die Anweisung einem Artikel eine bestimmte Richtung zu geben, kann der sich schwerlich weigern. Er muss nicht nur mit Entlassung rechnen. In der Branche spricht sich Aufmüpfigkeit schnell rum, und der Aufrechte Redakteur müsste damit rechnen, dass ihn niemand anderes einstellt. Kein Chef will von seinem Untergebenen hören; nö, das ist unmoralisch, mach ich nicht!
Das Ideal währe, wie in "Star Trek", dass Arbeit nicht mehr dem Anhäufen von Materiellen Dingen, sondern dem Erwerb von Wissen dient. Die neue, digitalisierte Zeit, an deren Schwelle wir stehen, könnte den Weg in diese Richtung zeigen. Natürlich müssen dazu, Heute, die Wirtschaftspolitischen Weichen gestellt werden.

Grashüpfer

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Mittwoch, 27. März 2019, 19:44

Was ich wiederrum, sorry, in großen Teilen unter Verschwörungstheorie abhaken würde.
Natürlich gibt es Zeitungen, die in bestimmte Richtungen schreiben, wenn sie zB Berlusconi gehören oder Trump nahestehen.
Aber die meisten Zeitung leben von ihrem Ruf. Gerade in Deutschland könnte es sich keine angesehene Zeitung leisten, als parteiisch zu gelten.
Sie würde sonst nicht mehr gekauft. Deswegen glaube ich auch nicht, dass Chefredakteure, die Gelder annehmen und dann ihre Redakteure zu zwingen in bestimmte Richtungen zu schreiben, lange Chefredakteur bleiben.
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171

Mittwoch, 27. März 2019, 20:06

Ich respektiere deine Ansicht. Aber die Aussage, dass es sich gerade in Deutschland keine "angesehene"/bekannte Zeitung leisten kann parteiisch zu sein, kann unmöglich dein Ernst sein. Zeitungen, und nicht nur die, verstehen sich als Meinungsmacher und werden natürlich von Interessengruppen gelenkt. Z.B. sind Zeitungsverleger, also die Inhaber, auch Millionäre und nicht daran interessiert eine hohe Steuer auf Vermögen zu unterstützen.

Grashüpfer

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Mittwoch, 27. März 2019, 20:19

Ja, dass sie keine Steuer auf Vermögen unterstützen glaube ich gern.
Dass sie deswegen Einfluss auf ihre Zeitung nehmen und Redakteure unter Druck setzen damit die Berichterstattung ausschließlich negatibv zu dieser möglichen Steuer äußert, glaube ich hingegen nicht.
Weil man sich als Unternehmer solch schlechte Publicity im Hinblick auf die Verkaufszahlen nicht leisten kann
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Sluggy

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Mittwoch, 27. März 2019, 22:01


Tatsächlich bin ich unentschlossen, was ich von der Regelung halten soll, denn dass es für alle frei jeden Zeitungsartikel im Internet gibt, dafür bin ich nämlich auch nicht.

@Grashüpfer, kann sein, dass ich zu ehrlich bin für diese Welt. Aber soweit ich mitbekommen habe, ist es nicht so, dass man im Internet jeden Zeitungsartikel lesen kann. Gut, jede Zeitung bietet offenbar an, dass man zwischen 5 oder 10 Artikel lesen darf, aber dann muss man abonnieren.
Oder hab ich da was falsch verstanden?
:D 8) --knuddel--

Sluggy

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174

Mittwoch, 22. Mai 2019, 15:04

Sorry für den Doppelpost.
Geht ihr am Sonntag auch alle schön wählen?
--biggrin-- --thumbsup-- --biggrin--
:D 8) --knuddel--

JaimeeWhite

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Mittwoch, 22. Mai 2019, 15:30

Ich nicht :P

Aber war letzte Woche abstimmen ;-)
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Hähnchen

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Mittwoch, 22. Mai 2019, 21:07

@Sluggy Wahlgeheimnis und so :P Darunter zählt auch, dass man Anderen nicht sagen muss, ob man wählen geht ;D

Naja, ich mach's trotzdem. Ich gehe natürlich wählen, denn jede nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für Rechts. Und denen gönnen ich keine einzige Stimme :)
"Als Verrückter genoss man gewisse Privilegien.
Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



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Vincent Delacroix

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Mittwoch, 22. Mai 2019, 23:05

Die Teilnahme an den Europa-Wahlen ist dringlicher denn je. Überhaupt betrachte ich es als moralische Verpflichtung wählen zu gehen. Es gibt etliche Länder, in denen Menschen auf offener Straße erschossen werden, weil sie für ein solch simples Privileg wie das Wahlrecht demonstrieren. Das nicht wahrzunehmen und meine Stimme verfallen zu lassen, weil Sonntag ist und ich lieber bis 15.00 schlafen möchte, wäre ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen. Und zu vermeiden dass die eigene Stimme den Rechten "geschenkt" wird, sollte ein zusätzlicher Motivator sein. Also: Am 26. raus aus den Federn und rein ins Wahllokal. Tut nicht weh und piekst nichtmal ein bisschen ;)
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planternol

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Donnerstag, 23. Mai 2019, 10:23

@Jaimee: Ich glaube die Frage ging nur an diejenigen, die auch wahlberechtigt sind, also EU-Bürger ab 18. --wink--

Doch, mir tut das schon weh, am Sonntag ins Wahllokal zu müssen, denn ich bin bereits für 07:30 Uhr geladen und soll dann stundenlang den Beisitzer machen. Eigentlich wäre ich viel lieber zu der Familienfeier nach Loxstedt (bei Bremerhaven) gefahren, denn mein Neffe hat Konfirmation und groß eingeladen. Absagen konnte man aber leider nur aus wichtigem nachweisbaren Grund wie eigener Arbeitsverpflichtung.

Aber joah, solche partiellen Schmerzen sind es mir natürlich trotzdem wert, dass ich in einem Land und zu einer Zeit lebe, in der ich selbstbestimmt ein Wahlrecht ausüben kann und auch das sichere Gefühl habe, dass bei der Auswertung alles mit rechten Dingen zugeht.

Ich finde aber nicht, dass Wählen eine moralische Pflicht ist. Wer seine Entscheidung lieber anderen überlässt, sollte das auch tun dürfen, ohne schief angesehen zu werden. Und es ist faktisch einfach FALSCH, dass eine nicht abgegebene Stimme eine Stimme für Rechts ist oder den Rechten "geschenkt" wird. Wahlarithmetisch sowieso (eine nicht abgegebene bzw. ungültige Stimme nützt allen anderen Parteien gleichermaßen, die man ansonsten nicht gewählt hätte), und statistisch auch nicht: Bei den Wahlen in der jüngeren Vergangenheit, bei denen insbesondere die AfD hohe Stimmenzuwächse hatte, gab es jeweils eine deutlich erhöhte Wahlbeteiligung (die AfD wurde vor allem von ehemaligen Nichtwählern gewählt).

Dabei würde auch ich mir dennoch sehr wünschen, dass ihr am Sonntag die Parteien wählen geht, die sich ernsthaft um eine Verbesserung Europas bemühen.
Das Europaparlament und auch die von ihm gebildeten Ausschüsse haben meiner Meinung nach schon ganz brauchbare Arbeit geleistet in der Vergangenheit. Stärkung von Verbraucherschutz (gerade bei Nahrungsmitteln), Binnenmarkt und Freihandelsabkommen (bei CETA hat es geklappt), günstiger Mobilfunk europaweit.
Es würde sehr weh tun, wenn nach der Wahl die Rechtspopulisten gestärkt werden, die in Europa erfahrungsgemäß kaum Konstruktives vollbringen sondern nur mit Schlagworten und Beschimpfungen um sich werfen.


So leid es mir für den sympathischen Herrn Weber auch tut... CDU und SPD sind diesmal für mich klar außerhalb meiner Wahlentscheidung... die haben es beim Thema Digitalisierung wiederholt völlig verkackt. Die Krönung im negativen Sinne war es ja, dass sie kürzlich diese unsägliche Urheberrechtsreform trotz massiver Unzulänglichkeiten noch durchs Parlament gebracht haben.
Die Grünen sehe ich gespalten... die haben zwar bei Bürgerrechten und Umweltschutz die richtigen Themen, aber aus meiner Sicht oft unpassende Strategien... und beim Thema Migration aus Nicht-EU-Staaten oder beim Thema Umverteilung sehe ich da eine grundfalsche Einschätzung.

Ich werde wie schon 2014 die FDP wählen. Die Liberalen stehen für ein bundesstaatliches Europa, bei denen die EU vor allem über Fragen entscheidet, die das Außenverhältnis zu Drittstaaten betreffen oder halt allgemein einen konkreten Mehrwert bilden (wie gesagt, das hat ja bei gesunden Nahrungsmitteln und etwa Mobilfunk gut geklappt). Die Strategie, dass die Klimaschutzziele über Emmissonshandel erreicht werden können, finde ich zumindest teilweise schlüssig (trotzdem gehört natürlich verantwortliches Handeln jedes einzelnen dazu!). Arbeits- und Sozialpolitik sollen laut FDP-Programm dagegen lieber in der Verantwortung der Nationalstaaten bleiben. Gefällt mir auch... ich habe keine Lust, mit meinen Steuergeldern marode Staatshaushalte in Südeuropa zu finanzieren (wie es etwa die Konzepte der Linksparteien mittelbar vorsehen).
Die Mentalität der Völker in Europa ist nunmal - historisch gewachsen - unterschiedlich, deswegen kann es da auch unterschiedliche Lösungsansätze geben. Es reicht aus meiner Sicht, wenn es nur bei wirklich übergreifenden Fragen (wie z.B. Klimaschutz) Regeln/Absprachen gibt, an die sich dann aber auch alle zu halten haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »planternol« (23. Mai 2019, 10:37)


JaimeeWhite

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Donnerstag, 23. Mai 2019, 22:29

@Plant, das ist mir schon klar, deswegen ja auch mein Zunge-rausstreck-Smiley ;-)

Wählen / Abstimmen ist wichtig, ich mach das ja alle drei Monate. Und falls ich es tatsächlich mal vergesse, dann darf ich mich über das Resultat auch nicht beschweren. Also ihr könnt es schon sein lassen, dann aber nicht motzen, wenn die „falschen“ gewählt werden ;-)

Könnt ihr eigentlich nicht brieflich wählen? Müsst ihr echt alle ins Wahllokal?
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Hähnchen

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Freitag, 24. Mai 2019, 02:43

@Jaimee Doch, wir können auch Briefwahl beantragen bzw. gibt's (zumindest in den größeren Städten) zentrale Stellen, wo man auch schon vor dem eigentlichen Wahltag hingehen und wählen kann. Aber eigentlich ist es so gedacht, dass man nach Möglichkeit am Wahlsonntag ins Wahllokal geht. Das ist dann normalerweise auch nicht besonders weit von der Heimadresse entfernt.

@plant Ich finde es sehr interessant, wie du die Lage einschätzt! Was genau stört dich an der Migrationspolitik der Grünen? Wie würdest du es bevorzugen?

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