Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Harry Potter Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

141

Sonntag, 23. Dezember 2018, 03:14

Ende Dezember mal noch ein Rundumschlag über die Themen, die hier angesprochen wurden. Bedankt euch bei Evanesco dafür, die mir den Thread hier wieder in Erinnerung rief :D

1. Aussage von Planternol die Meinung von AKK zur Homo-Ehe könne uns relativ egal sein:
Nein kann sie nicht! Man kann zur "Ehe für Alle" (ein selten dämlicher Begriff btw.) stehen wie man will, Fakt ist aber, dass unser Grundgesetz die Ehe unter den besonderen Schutz des Staates stellt. Ein weiterer Fakt ist es, dass das Grundgesetz sich NICHT dazu äußert, wie Ehe definiert ist. Das macht den Begriff Ehe zum unbestimmten Rechtsbegriff. Ein unbestimmter Rechtsbegriff ist vom Gericht auszulegen. Das machte das Bundesverfassungsgericht und legte die Ehe so aus, wie sie auch von weiten Teilen der CDU ausgelegt wird als "Verbindung von Mann und Frau". Diese Definition steht der "Homo-Ehe" bis zum heutigen Tage entgegen!
Sollte irgendjemand gegen die Ehe für Alle (genauer gegen das Gesetz zur Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlechts) klagen, dann muss sich das BVerfG positionieren ob man an der alten Definition "Ehe = Mann und Frau" festhält oder nicht und auch wenn es mit Blick auf die bisherige Rechtsprechung des BVerfG nahezu ausgeschlossen erscheint, dass man daran festhält und das Gesetz als unvereinbar mit der Verfassung und damit nicht einstuft, so ist dieses Szenario dennoch nicht ausgeschlossen.

AKK ist im Hinblick darauf interessant, dass nicht jeder Hans Wurst klagen kann gegen die Homo-Ehe, da eine rechtliche Benachteiligung o.Ä. nicht vorliegt (kurz & vereinfacht: Es beeinträchtigt keine Nicht-Homos, sondern hilft nur diesen). Daher fehlt es an der Klagebefugnis für irgendjmd. der damit ein Problem hat. Klagebefugt sind aber die Bundesregierung, jede Landesregierung und 1/4 der Mitglieder des Bundestages. Insofern ist es vielleicht nicht ganz so unbedeutend, was AKK davon hält, immerhin ist die die Chefin der CDU, die über mehr als dieses Viertel verfügt und zudem etliche Landesregierungen anführt...

2. Abtreibungswerbeverbot: "Dadurch machen sich Mediziner strafbar, wenn sie allein auf ihrer Website neutrale Informationen zu dem Thema anbieten (bzw. darauf hinweisen dass sie das machen)."
Das stimmt so nicht. Neutrale Information ist nicht das Problem! Das Problem ist es, dass die jüngst verurteilte Ärztin in dem neutralen Informationsmaterial ihre Kontaktdaten angab und aussagte, dass sie diese "Behandlung" anbietet. Nicht neutrale Information ist das Problem, sondern die Verbindung mit der Aussagen "Ich mach's!".

3. Grashüpfer und die Religion bzw. das Christentum
Nichts für ungut, aber du solltest dich mal ernsthaft mit Religion befassen. Nicht von oben herab und als Märchen abtuend. In 2018 daher zukommen und von den 10 Geboten auf Steintafeln zu reden. Aber ist leider ein beliebter "Kniff" von Religionskritikern, erstmal darauf abzustellen, dass der Gegner ja von vorgestern oder noch früher sei. Auch das du von Religion im Allgemeinen schreibst, dich aber nur auf das Christentum oder noch spezieller auf die katholische Kirche beziehst tut dann sein Übriges.
Auch tätest du gut daran, zwischen "christlichen Werten" und "Äußerungen und Verboten des Papstes/der römisch katholischen Kirche" zu unterscheiden. Zieht sich nämlich durch sämtliche deiner Postings, dass du das letztere ansprichst, es aber als ersteres bezeichnest...

4. Homo-Ehe, Polygamie, Inzest
Hierzu eine einfache Frage: Deine Aussage ist "es gibt keinen neutralen Grund, warum eine freiwillige Beziegung zwischen zwei Erwachsenen Menschen, die sich lieben (und nicht miteiander eng verwandt sind), nicht in jedem Fall vom Staat gleich behandelt werden sollte". Warum genau findest du dann den Vergleich mit Polygamie so schlimm. Theoretisch müsste man diese deiner Aussage nach doch auch zulassen, oder nicht? Letztlich gibt es keinerlei neutralen Grund, der gegen die Polygamie spricht (aus biologischer Sicht ist sogar das Gegenteil der Fall).

Zum Inzest empfehle ich die "Abweichende Meinung des Richters Hassemer zum Beschluss des Zweiten Senats vom 26. Februar 2008 - 2 BvR 392/07 -". Rein rechtlich ist an dem Thema nämlich deutlich mehr dran, als ein "Iiihh, pfui geht gar nicht!"
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

142

Sonntag, 23. Dezember 2018, 03:15

5. Schwangerschaftsabbrüche und Christentum:
Zum einen finde ich die lapidare Aussage "Es mag aus christlicher Sicht sinnvoll sein, gegen Abtreibung zu sein." ziemlich dämlich. Da das keineswegs eine Meinung ist, die das gesamte Christentum eint bzw. die auf der anderen Seite auch große Unterstützung außerhalb des Christentums teilt. Zumal es doch in der gesamten Diskussion auch gar nicht darum geht, dass es keine Abtreibungen geben soll/darf. Es geht um das Bewerben davon! Und hier werden einfach wieder und wieder Information und Werbung in einen Topf geschmissen. Da kommt dann wieder das immer gleiche Wegwerfargument "Es darf doch nicht sein, dass man sich nicht mal mehr informieren darf!". Korrekt, das darf nicht sein. Ein Informationsverbot wäre ganz klar nicht mit unserer Verfassung zu vereinbaren. Eine Werbeverbot aber schon.
Denn es ist nun mal ein Unterschied dazwischen, dass eine Tat, die sich gegen das wichtigste Rechtsgut überhaupt (das Leben!) richtet erlaubt ist (wenn auch in engen Grenzen) und dass sie zu einer Standardmaßnahme alà Blinddarm-Entfernung degradiert wird. Stell dir doch einfach mal vor, wie du es finden würdest, wenn bei einer anderen Tat, die sich gegen das wichtigste Rechtsgut überhaupt (das Leben!) richtet und die erlaubt ist Werbung gemacht würde für den Suizid! Diese Tat ist legal und dennoch würde niemand überhaupt auf die Idee kommen, dass es Werbung geben könnte dafür.

6. Die Parteien mit dem "C"

Zitat

Trotzdem ist es natürlich wünschenswert, dass die Politik so neutral ist, dass sie alle Menschen unabhängig von ihrer Konfession gleich behandelt. Dementsprechend kann ich grundsätzlich verstehen, dass du dir religionsfreie Politik wünschst. Geht mir, glaub ich, grundlegend auch so, aber ich denke nicht, dass das 100%ig möglich ist.

Man sollte vor Allem die Parteien mit dem "C" im Namen nicht stellvertretend für die Christliche Religion sehen. Zumal das Christentum in sich gespalten ist und die unterschiedlichsten Standpunkte einnimmt gerade auch in den angesprochenen Diskussionen. Dazu kommt noch, dass das in der CDU weder Angehörigkeit zum Christentum erwartet wird, noch ein Muss ist. Ansonsten verstehe ich auch nicht, was so schlimm daran ist, dass die CDU vorgibt das Christentum zu vertreten. Die SPD gibt auch vor die Arbeiter zu vertreten oder die FDP die Industrie. Warum sollte ein Industrie-Unternehmen seine Interessen durch ihnen Nahe Abgeordnete ins Parlament tragen dürfen, die katholische Kirche (als Beispiel für eine Religionsgemeinschaft) aber nicht? Was macht die Meinung eines Industrie-Boss vertretungswürdiger, als die eines Priesters, Bischofs oder des Papstes? Forderungen danach, dass die Religion keine Rolle in der Politik spielt kann ich immer nur schwerlich nachvollziehen. Klar, generell sollte Politik immer dem Wohle Aller dienen. Nur ist das ein frommer (höhö :D) Wunschtraum. Es wird immer Gruppen von Menschen geben, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen zusammentun und repräsentiert sein wollen. Warum soll da jetzt der Glaube an den Markt und die nächsten Rekorgewinne der Unternehmen, die sich in Interessensverbänden zusammenschließen anders zu bewerten sein, als der Glaube an einen Gott mit diversen Regeln, die einzuhalten sind?
Übrigens da der Kreuzerlass angesprochen wurde: Den bewerten auch die Kirchen relativ eindeutig als ziemlichen Schwachsinn (was btw. auch meine Meinung dazu ist, wobei ich es sogar für verfassungswidrigen Schwachsinn halte!).

7. Der Beitrag wegen dem ich wieder hierauf aufmerksam wurde:
1. Danke! Du fasst in großen Teilen nochmal in etwas weniger steifer Form schon zusammen, was ich hier ausgeführt habe.
2. Über Jesus weiß man letztlich nur das es ihn gab. Mehr nicht! Alles andere sind dann eben Überlieferungen und die Bibel nur ein sehr kleiner Ausschnitt davon. Diverse apokryphe Schriften sind das recht interessant. In vielen wird Jesus nicht als der brave Single-Mann beschrieben, der am Kreuz starb, sondern auch die Kindheit beleuchtet, oder eben über sein Privatleben geschrieben. Selbst eine Ehe und Kinder kommen in einigen Schriften vor. Das ist btw. auch die weit häufiger verbreitete Deutung des "Jünger den er liebte", nicht Homosexualität, sondern eine Hetero-Partnerschaft. Christentum auf die Bibel zu reduzieren ist halt zu kurz gegriffen. Zumal man dazu sagen muss, dass eben viele Überlieferungen (sofern sie überhaupt authentisch waren) schlicht rausgefolgen sind, weil sie dem Machtanspruch des Papsttums nicht gerecht wurden. So eben Jesus mit Frau und Kind, oder Geschwister von Jesu. Die frühen Päpste wollten schlicht keine Nebenbuhler, sondern eine lineare Vertreterschaft. Daher musste Petrus eben den Auftrag von Jesus erhalten und alleiniger Nachfolger sein und sich der Papst von ihm ableiten.
3. Zwei kleinere Korrekturen: Die Aussage, die Frau soll dem Manne untertan sein kommt so direkt in den Paulus-Briefen vor. Dass diese Äußerung auch Petrus tätigte wäre mir nicht bekannt. Eine Hierarchie zwischen Mann und Frau findet sich aber in der Bibel ohnehin deutlich früher bereits in Genesis 3,16 in der Geschichte vom Garten Eden und dem Baum der Erkenntnis werden die Mühen der Geburt als Strafe für die Frau dargestellt und die Mühen der Arbeit für den Mann. Wie ernst zunehmen diese Geschichte ist, sollte klar sein sowohl aus Evolutionstheoretischer Sicht können wir den Garten Eden als nette Geschichte abstempeln als auch deshalb, weil bereits da sich die Bibel in ihren ersten Kapiteln selbst widerspricht, indem sie einerseits die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau schildert, anderseits die Geschichte mit der Rippe von Adam, aus dem Gott die Eva formte kommt.
4. Das frühe Christentum war nie eine jüdische Sekte. Das Judentum wartete damals wie heute auf den Erlöser. Mit der Anerkennung von Christus als Erlöser spalteten sich die Juden, die die ersten Christen wurden vom Judentum ab. Allerdings war Jesus selbst Jude, das ist korrekt. Allerdings ein Jude, der sich der Bibel nach nicht viel um jüdische Bräuche kümmerte (Sünderin, Heilung am Sabbat etc.pp.).

Doppelpost wegen Zeichenbegrunzung auf 10.000
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

Quidditch-Star

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 1 254

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

143

Sonntag, 23. Dezember 2018, 10:02

Huh, das ist ja gleich ein ganzer Brocken so am frühen Morgen :D
Zu meiner Beschäftigung mit Religion:
Ich hab mich durchaus informiert, ich kenne mich nich 1a aus, das stimmt, aber doch eigentlich gar nicht so schlecht. Das mit den Steintafelargumenten kommt vielleicht daher, dass ich vor zwei Jahren mit einem evangelikalen Christen befreundet war und da unendliche Diskussionen führte. Das hat mich bei den Argumenten vermutlich etwas verdorben, da die evangelikalen Christen eben durchaus von vorgestern sind, samt Bibel wörtlich nehmen, kein Sex vor der Ehe, Erschaffung der Erde in 7 Tagen vor 3000 Jahren, Hölle für alle anderen usw.
Ich weiß, dass Jesus das, was überliefert ist, wahrscheinlich nicht so meinte, wie es die (vor allem katholische) Kirche auslegt. Ich finde Jesus war ein sehr kluger Mann. All das mit dem Mann Untertan und so weiter satmmt aus der Auslegung der Kirche. Nur, das macht für mich im Jetzt keinen Unterschied. Weil es eben "das Christentum" nicht Jesus pur gibt, sondern nur institutionalisiert durch die Kirche. Die Christen, die wirklich so tolerant sind und rein nach Jesu Nächstenliebegebot leben, tun dies entweder privat oder haben keine Chance in der Kirche soweit aufzusteigen, dass sie in der Institution auch nur ansatzweise etwas bewirken könnten.
Und zum C in der Politik. Ja, verschiedene Gruppen lassen sich vertreten. Aber ich habe eben das Gefühl (und das muss nicht unbedingt den objektiven Tatsachen entsprechen, mir gehts halt so), dass die christlichen die Einzigen sind, die einem aufzwingen wollen, wie man zu leben hat. Das ist es, was mich an christlichen Träger von fast allen sozialen Einrichtungen stört, dass sie ihren Mitarbeitern ihre Werte aufzwingen und das brauch ich in der Politik nicht auch noch. Sicherlich gibt es das auch in anderen Parteien. Die Veganer-Partei zB würde mir sicherlich auch was aufzwingen wollen, nur störts mich bei denen nicht, weil sies noch nie über die Prozenthürde geschafft haben.

zu Werbung zu allem möglichen:
Werbung bei Schwangerschaftsabbruch finde ich nicht gut, weil Werbung immer auch damit zu tun hat, dass man mittels Marketing auch einen Bedarf schafft oder steigert, der vorher nicht da war.
Vielleicht sind wir uns einig, dass das wirklich kein Mensch braucht, wenn auf einem Plakat eine strahlende Frau zu sehen ist, die sagt, dass XY die Abtreibung so toll macht, dass man sich danach wie im siebten Himmel fühlt oder ähnlichen Schwachsinn.
Neutrale Informationen hingegen finde ich unglaublich wichtig. Also dass Ärzte schreiben dürfen, wir bieten Abtreibung an, hier die Telefonnummer, da die Öffnungszeiten.
Und solche Informationen fände ich auch bei Sterbehilfe gut, aber auch da ist für mich Werbung fehl am Platz.

und noch was zu Polygamie:
Joh, wems gefällt, würde mich jetzt auch nicht stören. Also wenn es die Leute freiwillig machen und damit zurechtkommen, können sie von mir aus leben wie sie wollen. Ich glaub halt nur, wenn man es als Ehe gleichsetzen würde, wäre eine Gesetzgebung mit den definierten Rechten und Pflichten dermaßen kompliziert, dass es sich für die Paar Fälle in denen die Leute wirklich wert darauf legen es rechtlich anerkennen zu lassen, nicht rentieren würde.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Geduld ist, sehr langsam wütend zu werden

Sluggy

Zauberstabmacherin

  • »Sluggy« ist weiblich

Beiträge: 3 171

Haus: keine Angabe

Wohnort: Ravenclaw

  • Nachricht senden

144

Sonntag, 23. Dezember 2018, 12:03

Hallo,
zu Jesus, verheiratet oder nicht. Habe mal gehört, dass es zur Zeit Jesu absolut normal war, verheiratet zu sein und Kinder zu haben. So normal, dass es in den Überlieferungen eben nicht weiter erwähnt wird.
Was die "Werbung von Schwangerschaftsabbrüchen" angeht. Damit komme ich überhaupt nicht klar. Ich meine, dass es so bezeichnet wird. Wenn ein Arzt - wie die beklagte Ärztin - auf seiner Homepage stehen hat, oder möglicherweise in seiner Praxis entsprechende Broschüren liegen hat, dass er/sie Abtreibungen durchführt, bedeutet das für mich nicht, dass er/sie Leute aktiv dazu auffordert, dieses Angebot anzunehmen.
Für mich ist das einfach eine Information, die Frauen, die in entsprechender Situation sind, sicherlich gut gebrauchen können. Aber doch keine Werbung.
Allerdings sieht die deutsche Rechtsprechung das offenbar anders.
Schönen vierten Advent.
:D 8) --knuddel--

Majee

Waddiwasi-Profi

Beiträge: 822

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

  • Nachricht senden

145

Sonntag, 23. Dezember 2018, 14:24

Zitat

Und zum C in der Politik. Ja, verschiedene Gruppen lassen sich vertreten. Aber ich habe eben das Gefühl (und das muss nicht unbedingt den objektiven Tatsachen entsprechen, mir gehts halt so), dass die christlichen die Einzigen sind, die einem aufzwingen wollen, wie man zu leben hat. Das ist es, was mich an christlichen Träger von fast allen sozialen Einrichtungen stört, dass sie ihren Mitarbeitern ihre Werte aufzwingen und das brauch ich in der Politik nicht auch noch. Sicherlich gibt es das auch in anderen Parteien. Die Veganer-Partei zB würde mir sicherlich auch was aufzwingen wollen, nur störts mich bei denen nicht, weil sies noch nie über die Prozenthürde geschafft haben.

Im Prinzip ist es doch immer eine Sache der Perspektive:
AfD: "Hardcore"-CDU/CSU, allerdings ohne C und besonders stark in Ostdeutschland wo über 70% teils über 80% der Bevölkerung weder katholisch noch evangelisch sind.
FDP: Frag mal jemanden der nicht arbeiten möchte, ob er auch findet, dass die FDP ihm nicht vorschreiben will wie er zu leben hat
Grüne: Für viele die klassische Verbotspartei, die den Leuten vorschreiben will, dass sie sich zum Wohle des Umweltschutzes verhalten sollen
Die Linke: Hat eine eher antikapitalistische Ausrichtung, die Leuten die sich unternehmerisch entfalten wollen ihre Wert aufzwingt. Manche Leute sehen sie auch noch in der Tradition der SED und würden ihr zutrauen ähnliche Verbote wie damals einzuführen wenn sie die absolute Mehrheit hätte.
SPD: Kann aus Sicht einer traditionellen Familie auch als "vorschreibend" angesehen werden. Beispielsweise wenn es um die Wertschätzung von Frauen geht, die für die Kindererziehung ihren Job aufgegeben haben und dies gern taten weil es ihnen wichtig war. Der Kampfbegriff "Herdprämie" tritt diese Arbeit die ja nicht nur aus kochen und waschen besteht sondern auch aus Zuneigung, Charakterformung, individuelle Förderung usw. mit Füßen. Ein kostenloser KiTa-Platz entwertet diese Arbeit; macht es zu einer irrationalen und unnormalen Sache sich um seine Kinder zu kümmern statt zu arbeiten wenn man sie doch überall kostenlos abgeben kann; Werte wie persönliche Bindung usw. zählen nicht mehr.

146

Sonntag, 23. Dezember 2018, 14:30

@Grashüpfer:
Leider machst du mit der Verallgemeinerung da weiter, wo du im letzten Post aufgehört hast. Du redest von Institutionalisierung und "der Kirche" und meinst damit mal wieder hauptsächlich die römisch-katholische Kirche. Das Christentum ist deutlich diverser und unterteilt sich mal grundlegend in Ost- und Westkirche und beide Kirchen sind dann wieder unterteilt. Die Ostkirche wiederum teilt sich hauptsächlich in vier Gruppen auf, wobei die vierte obwohl sie zu den Orthodoxen Kirchen und zum östlichen Ritus gehört den Papst anerkennt. Die Westkirche wiederum ist in zwei Hauptzweige geteilt: Katholizismus und Protestantismus. Bei ersterem ist natürlich die bekannteste Gruppe die römisch-katholische Kirche (die wiederum selbst aus 24 eigenständigen Teilen besteht!) es gibt aber daneben noch altkatholische und andere Kirchen. Beim Protestantismus/Evangelischen Christen gibt es auch zig verschiedene Kirchen. Dazu gibt es dann noch so Sonderformen wie die Anglikanische Kirche in Großbritannien, die beides ist, sowohl katholisch wie auch protestantisch. Nur um das mal mit Zahlen zu untermauern. Es gibt weltweit ca. 2,3 Milliarden Christen, nur 1,1 Milliarden davon sind römisch-katholisch und dem Papst "unterstellt", der ja auch immer gerne als Instanz des Christentums dargestellt wird. Fakt ist, der Papst vertritt theoretisch gerade mal die Hälfte aller Christen.

Zur Interessensvertretung: Du behauptest im Christentum wolle man jedem was aufzwingen? Sorry, aber wie kommst du zu diesem Unsinn? Davon anderen Leuten einen Glauben-Aufzwingen zu wollen ist das Christentum längst abgerückt und gerade - um mal wieder die Kurve zur Politik zu bekommen, ist doch mehr als deutlich, dass die Unionsparteien dies nicht tun (und komm mir bitte nicht wieder mit dem Kreuzerlass). Wie gesagt: Mitgliedschaft im Christentum ist nicht mal Voraussetzung um bei der CDU/CSU mitmachen zu dürfen.

Zu den Trägern sozialer Einrichtung: Zum einen verstehe ich nicht, was dich an sozialen Einrichtungen stört, denn Fakt ist, dass keineswegs, wie gerne von Kritikern behauptet, der Staat all diese Einrichtungen finanziert und die Kirche sich damit brüstet. Ohne die Religionsgemeinschaften gäbe es viele dieser Einrichtungen schlicht nicht. Und zum Aufzwängen von Werten mal ganz ehrlich: In welchem Beruf, ist das denn anders? "Wes Brot ich ess, dess Lied ich sing!" heißt es und das stimmt in jedem Beruf und natürlich auch bei der Kirche.
Zumal ja noch dazu kommt, dass du doch in deinen Beiträgen so sehr betont hast, dass die Werte ohnehin quasi "gesunder Menschenverstand" sind und nichts was sich die Kirche auf die Fahnen schreiben braucht. Warum also stören dich diese Werte dann so, wenn sie doch ohnehin allgemein gültige und nicht christliche Werte sind? Du selbst hast doch den Wert der christlichen Werte als "allgemeine Werte" und "gut" bezeichnet.

Zur Werbung: Erneut Information ist nicht verboten. Verboten ist es Werbung zu machen. Und Werbung umfasst nun mal auch Flyer herauszugeben oder ins Internet zu setzen "Hey bei mir kannst du das machen!". Es hat eben durchaus seinen Sinn, dass eine Beratung von Nöten ist und man nicht mal nebenbei eine Abtreibung durchführen kann. Immerhin geht es da um das höchste Schutzgut überhaupt: das Leben!
Und zur Sterbehilfe: Ich sprach explizit nicht von Sterbehilfe, da da der Fall nochmal anders geartet ist. Ich sprach davon, dass jemand seinem Leben ein Ende setzen will. Denn genau das ist auch beim Schwangerschaftsabbruch der Fall: Es wird Leben ein Ende gesetzt. Das ist m.E. deutlich schwerwiegender, als die lapidaren Phrasen, der Abtreibungsbefürworter "Mein Körper gehört mir."

Zitat

Ich glaub halt nur, wenn man es als Ehe gleichsetzen würde, wäre eine Gesetzgebung mit den definierten Rechten und Pflichten dermaßen kompliziert, dass es sich für die Paar Fälle in denen die Leute wirklich wert darauf legen es rechtlich anerkennen zu lassen, nicht rentieren würde.

Ahja. Meintest du nicht vorhin noch du willst Lösungen für Probleme und keine einseitigen Interessen durchgeboxt sehen? Wie passt da dann rein, dass du hier auf die Anzahl der betroffenen abstellst? Zumal du schlicht nicht wissen kannst, was bei einer Legalisierung passieren würde. Auch Angebot kann Nachfrage schaffen. Zumal: Schau dir an für welch kleine Bevölkerungsgruppen z.T. Gesetze gemacht werden...

Was die "Werbung von Schwangerschaftsabbrüchen" angeht. Damit komme ich überhaupt nicht klar. Ich meine, dass es so bezeichnet wird. Wenn ein Arzt - wie die beklagte Ärztin - auf seiner Homepage stehen hat, oder möglicherweise in seiner Praxis entsprechende Broschüren liegen hat, dass er/sie Abtreibungen durchführt, bedeutet das für mich nicht, dass er/sie Leute aktiv dazu auffordert, dieses Angebot anzunehmen.

Was ist für dich ein Flyer dann, wenn nicht Werbung. Ein "ich mach das" ist immer auch ein "kannst bei mir machen, brauchst nirgendwo anders hin" und eine "mach's bei mir" innewohnend. Zumal es ja nicht so ist, dass Betroffene völlig auf sich gestellt sind. Es gibt Beratungsstellen, die neutral beraten und dann entsprechend an Ärzte vermitteln.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

Quidditch-Star

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 1 254

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

147

Sonntag, 23. Dezember 2018, 15:48

Richtig ich meine hauptsächlich die katholische Kirche und ein bisschen auch die evangelische, weil der dahinterstehende Mechanismus sich für mich im Grundsatz nicht unterscheidet. Dieser Grundsatz (so wie ich die Kirche sehe) ist, jeder Mensch ist so wie ist ein ständiger Sünder und hat deswegen andauernd um Entschuldigung zu betteln. Dieser Mechanismus ist der Grundstock auf dem die Kirche ihre Machtposition gefestigt hat über die letzten 2000 Jahre. Ja, ich meine wieder die Kirche, die ich aus Deutschland kenne, weil mir das egal ist, wie das die Kirche in Weißrussland regelt, da lebe ich nämlich nicht.

Das Missionierungsgebot gilt immer noch. Erst letztens wurde ein Missionar von Ureinwohnern erschossen, weil er sich gesetzwidrig auf ihre Insel schlich um ihnen zu predigen. Wie gesagt bin ich vielleicht ein bisschen von diesem evangelikalen früheren Freund verdorben, bei denen das selbstverständlich dazugehörte, dass man ständig andere Leute missionierte um sie vor der Hölle zu retten.

Zu den sozialen Einrichtungen, doch genau das ist so. Der Staat hat dem Subsidiaritätsprinzip zu folgen, das heißt, dass nichtstaatliche Träger bei der Aufgabenverteilung zu bevorzugen sind. Deswegen gehören fast alle soziale Einrichtungen kirchlichen Trägern an. Bei Krankenhäusern ist es inzwischen ähnlich.
Die Kirchen zahlen schlechter, weil die Mitarbeiter nicht gewerkschaftlich vertreten werden, schließlich gibt es den Dritten Weg, eine Gehaltsverhandlung an der Gewerkschaft vorbei.
Sicherlich gibt es das woanders auch. Wenn ich bei Daimler arbeite dann sollte ich vielleicht nicht für Porsche brennen, nur haben die dort die Wahl. Dann arbeite ich halt nicht für Daimler, wenn ich die scheiße finde, sondern für Audi, Volkswagen, BMW oder Opel oder such mir einen Job außerhalb der Automobilbranche. Das geht aber als Sozialpädagogin nicht, weil es außerhalb der Kirche schlicht fast nichts gibt. Das heißt, ich war gezwungen, wieder in die Kirche einzutreten, nicht weil ich den Verein so lustig finde, sondern weil ich sonst keine Stelle bekomme.
Richtig, viele Werte vertrete ich auch ohne Christ zu sein. Ich kann andere Leute respektieren, Mitgefühl empfinden und zu helfen versuchen. Aber wenn ich jemals mal geschieden sein sollte und dann wieder würde heiraten wollen, dann ist das etwas, was nur mich etwas angeht und nicht meinen Arbeitgeber und es sollte sich nicht so auswirken, dass ich rausgeworfen werde.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Geduld ist, sehr langsam wütend zu werden

Sluggy

Zauberstabmacherin

  • »Sluggy« ist weiblich

Beiträge: 3 171

Haus: keine Angabe

Wohnort: Ravenclaw

  • Nachricht senden

148

Sonntag, 23. Dezember 2018, 16:36

Was die "Werbung von Schwangerschaftsabbrüchen" angeht. Damit komme ich überhaupt nicht klar. Ich meine, dass es so bezeichnet wird. Wenn ein Arzt - wie die beklagte Ärztin - auf seiner Homepage stehen hat, oder möglicherweise in seiner Praxis entsprechende Broschüren liegen hat, dass er/sie Abtreibungen durchführt, bedeutet das für mich nicht, dass er/sie Leute aktiv dazu auffordert, dieses Angebot anzunehmen.

Was ist für dich ein Flyer dann, wenn nicht Werbung. Ein "ich mach das" ist immer auch ein "kannst bei mir machen, brauchst nirgendwo anders hin" und eine "mach's bei mir" innewohnend. Zumal es ja nicht so ist, dass Betroffene völlig auf sich gestellt sind. Es gibt Beratungsstellen, die neutral beraten und dann entsprechend an Ärzte vermitteln.

Ein Flyer oder auch ein Homepageeintrag ist für mich lediglich Information, an mich kannst du dich wenden, hier bekommst du Hilfe in deiner Notlage. Und ich denke, die meisten Frauen, die sich für eine Abtreibung entscheiden, sind in einer Notlage.
Beratungsstellen sind gut und wichtig. Dass sie entsprechende Informationen mitgeben, an welche Ärzte oder Kliniken sich betroffene Frauen wenden können, wusste ich nicht. Wieso ist das dann übrigens keine Werbung?
:D 8) --knuddel--

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sluggy« (23. Dezember 2018, 16:41)


149

Sonntag, 23. Dezember 2018, 16:45

1. Deine Aussagen zur Kirche sind und bleiben Unsinn. Sorry, ist aber so und langsam ist es mir dann zu dumm, dir zu erklären, wie es wirklich aussieht, wenn du in jedem neuen Beitrag mit dem selben trotzigen "Ich seh das aber so" ankommst. Das was du den Grundsatz der Kirche nennst hat schlicht nichts mit der Realität zu tun. Im Übrigen weder mit der katholischen und noch sehr viel weniger mit der evangelischen. Nebenbei bemerkt, da du versuchst die unterschiedlichen Strömungen des Christentums lapidar damit abzutun, dich Interesse die Kirche in Weißrussland nicht: Es gibt die meisten dieser Strömungen, mindestens aber die drei größten und diverse christliche Freikirchen auch in Deutschland (https://de.statista.com/statistik/daten/…zugehoerigkeit/). Dort auch nur nochmal zur Verdeutlichung: Im vierten bis sechsten Balken befindet sich dein evangelikaler früherer Freund. Falls der überhaupt Christ und nicht Mitglied irgendeiner Sekte alà Jehovas Zeugen war...

2. Sozialeinrichtungen: Nein, so ist es nicht! Macht sich zwar immer ganz nett, da mit Zahlen an Geld, das an die kirchlichen Einrichtungen geht zu nehmen und zu behaupten, dass ja eh alles vom Start finanziert wird. Hat allerdings mit der Realität nichts zu tun. Deine Ausführungen zum rechtlichen Begriff des Subsidiaritätsprinzip sind im übrigen auch falsch. Subsidiaritätsprinzip hat überhaupt nichts damit zu, dass der Staat irgendjemanden bei der Aufgabenverteilung zu bevorzugen hat. Wo auch immer du das herhaben magst: Nein!

3. Zur Bezahlung: Auch hier gilt: Informieren! Die Aussagen sind nämlich auch hier leider eklatant falsch. Beginnt bei deiner Grundannahme, dass schlechter bezahlt wird, weil keine gewerkschaftliche Vertretung vorhanden ist bzw. bei deiner Annahme, dass gewerkschaftliche Vertretung vorhanden zu sein habe. Die Realität in ganz Deutschland sieht so, aus dass nur etwa 8 Millionen der ~40 Million Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gewerkschaftlich vertreten sind. Das mal dazu, dass du gewerkschaftliche Vertretung als Standard ansiehst. Ist sie nicht!
Zum anderen gibt es eine Vielzahl an Gewerkschaften speziell für genau diese Berufe und ja, ich weiß, es gibt Gewerkschaften, die nicht sonderlich ernst zu nehmen sind und mehr für ihre eigtl. Gegenseite arbeiten, als dagegen, das gibt es aber zum einen auch in der freien Wirtschaft zum anderen gibt es eben auch Gewerkschaften, die ihre Aufgabe ernst nehmen und sogar teilweise sich für die Abschaffung des kirchlichen Arbeitsrechts einsetzen.
Und bezüglich wiederverheirateten Geschiedenen: Auch hier solltest du deinen Kenntnisstand auffrischen, das was du schilderst ist längst nicht mehr die für sämtliche Mitarbeiter der Kirchen der Fall. Für einige Berufsgruppen schon, dort aber m.E. auch völlig zu Recht. Und zu deinem ganz persönlichen Fall: Stellen als Sozialpädagoge gibt es auch abseits der Kirche. Hier ein Anspruchsdenken zu entwickeln, dass dir persönlich eine Möglichkeit gegeben werden muss deinen Beruf auszuüben ist- mit Verlaub - ziemlich absurd. Auch deine lapidare Aussage "In der Autobranche, DIE haben ja eine Wahl ich nicht" finde ich reichlich verfehlt. Zum einen ist die Wahl in der Automobilbranche bei weitem nicht so einfach wie du sie hier darstellst, zum anderen hast du dieses Wahl ebenso. Wenn du nicht gerade Pfarrer werden willst, wirst du wohl nahezu jeden Beruf mit/bei der Kirche oder ohne sie ausüben können.

Dass sie entsprechende Informationen mitgeben, an welche Ärzte oder Kliniken sich betroffene Frauen wenden können, wusste ich nicht. Wieso ist das dann übrigens keine Werbung?

Weil sie dir nach der Beratung Kontaktdaten aushändigen, wo du eine Abtreibung vornehmen lassen kannst und selbst davon nicht profitieren. Vergleichbar damit, wenn du ein Prospekt deines Supermarkts erhältst und dort drinsteht bei uns gibt's Kartoffeln (um mal irgendein Produkt zu nehmen) oder wenn du eine Information über Kartoffelsorten liest und dort eine Liste findest wo es Kartoffelsorte X denn zu kaufen gibt. Das eine ist vom Anbieter ausgehend "Gibt's bei uns!" und dem wohnt ein "Kauf's bei uns!" inne. Das andere ist eine Information "Dort gibt es das" aus der du selbst dann die Konsequenz ziehst zu Laden XY zu gehen.
Und ähnlich verhält sich das eben bei Abtreibungen auch. Darf jeder Arzt selbst sagen "Hey ich biete Abtreibungen an.", dann ist dem natürlich auch die Aufforderung innewohnend "Wenn du eine Abtreibung machen lässt, dann mach's doch bei mir!". Bei den Beratungsstellen bekommst du einfach eine Liste und hast dann selbst die Wahl wo du hingehst.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Der Blutige Baron« (23. Dezember 2018, 16:51)


Grashüpfer

Quidditch-Star

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 1 254

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

150

Sonntag, 23. Dezember 2018, 16:56



2. Sozialeinrichtungen: Nein, so ist es nicht! Macht sich zwar immer ganz nett, da mit Zahlen an Geld, das an die kirchlichen Einrichtungen geht zu nehmen und zu behaupten, dass ja eh alles vom Start finanziert wird. Hat allerdings mit der Realität nichts zu tun. Deine Ausführungen zum rechtlichen Begriff des Subsidiaritätsprinzip sind im übrigen auch falsch. Subsidiaritätsprinzip hat überhaupt nichts damit zu, dass der Staat irgendjemanden bei der Aufgabenverteilung zu bevorzugen hat. Wo auch immer du das herhaben magst: Nein!

Wo hast du denn deine Aussagen her?
Ich hatte ein Semester lang Oragnisationslehre, da wurde genau das besprochen

"Einer der größten Arbeitgeber in Deutschland sind die evangelische und katholische Kirche mit ihren Wohlfahrtsverbänden Diakonie und Caritas. Etwa 1,5 Millionen Menschen arbeiten dort. Die Finanzierung der Arbeit erfolgt weit überwiegend aus öffentlichen Mitteln. Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen unterliegen einem kirchlichen Sonderarbeitsrecht, welches von der Rechtsprechung grundsätzlich bestätigt und von den Parteien im Deutschen Bundestag mehrheitlich nicht geändert wird." Quelle Verdi
Wenn einige Träger fast ein Monopol haben, hat man als Arbeitnehmer eben nicht die Auswahl
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Geduld ist, sehr langsam wütend zu werden

Grashüpfer

Quidditch-Star

  • »Grashüpfer« ist weiblich

Beiträge: 1 254

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

Beruf: Studentin

  • Nachricht senden

151

Sonntag, 23. Dezember 2018, 17:12

1. Deine Aussagen zur Kirche sind und bleiben Unsinn. Sorry, ist aber so und langsam ist es mir dann zu dumm, dir zu erklären, wie es wirklich aussieht, wenn du in jedem neuen Beitrag mit dem selben trotzigen "Ich seh das aber so" ankommst.

Willst du mir erklären wie es objektiv als Tatsache aussieht, oder wie du die Sache siehst?
Du musst meinenMeinung nicht teilen, ich will dich auch gar nicht überzeugen. Wenn dir die Kirche was bedeutet, dann will ich das auch gar nicht nehmen.
Aber unterstelle mir doch bitte nicht ich würde Unsinn erzählen. Ich war ja schon oft im Gottesdienst und kenne all das "und erlöse mich von meiner Schuld". Ich habe den Religionsunterricht mitbekommen in der Grundschule, wo schon 8 jährige ständig zum Beichten geschickt werden müssen um Sünden zu beichten, die man mit 8 noch gar nicht haben kann. Ich hatte eine katholische Freundin, die jede Woche zweimal zur Kirche ging um darum zu beten von ihren Sünden erlöst zu werden. Meine Meinung bildet sich nicht aus dem Nichts.
Ich hatte ein Jahr lang einmal die Woche drei Stunden Kofirmandenunterricht, ich hatte Gespräche mit Pfarrern usw.
Aber wie gesagt, wir müssen das gar nicht ausdiskutieren, du brauchst mir auch nichts zu erklären, wenn es dir zu dumm ist.
Dann sind wir halt einfach verschiedener Meinung, damit kann ich durchaus leben
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Geduld ist, sehr langsam wütend zu werden

152

Sonntag, 23. Dezember 2018, 18:23

Falls der überhaupt Christ und nicht Mitglied irgendeiner Sekte alà Jehovas Zeugen war.

Wenigstens feiern die Zeugen Jehovas keine Feste heidnischen Ursprungs wie Weihnachten und keine Geburtstage.

In diesen Fällen sind sie den Ur-Christen am ähnlichsten, auch sie haben kein Weihnachten und keine Geburtstage gefeiert.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (23. Dezember 2018, 18:51)


Majee

Waddiwasi-Profi

Beiträge: 822

Haus: Ravenclaw

Wohnort: Bayern

  • Nachricht senden

153

Sonntag, 23. Dezember 2018, 19:30

Zitat

Ich war ja schon oft im Gottesdienst und kenne all das "und erlöse mich von meiner Schuld". Ich habe den Religionsunterricht mitbekommen in der Grundschule, wo schon 8 jährige ständig zum Beichten geschickt werden müssen um Sünden zu beichten, die man mit 8 noch gar nicht haben kann. Ich hatte eine katholische Freundin, die jede Woche zweimal zur Kirche ging um darum zu beten von ihren Sünden erlöst zu werden. Meine Meinung bildet sich nicht aus dem Nichts.

Wobei das ja nur die Katholiken betrifft; die Protestanten haben ja glaub keine Beichte weil Luther davon nicht viel hielt glaube ich. Ich kann mich jetzt nur dran erinnern, dass ich vor meiner Erstkommunion beichten musste; und da musste ich auch nicht Sachen aufzählen die ich gar nicht begangen habe, sonder nur solche die ich beging. Es war gewissermaßen ein Anstoß zur Reflektion, darüber nachzudenken was man hätte besser machen können. Obs viel gebracht hat sei mal dahingestellt, aber geschadet hats auch nicht. Hab damals ja eh nichts schlimmes zu beichten gehabt.
Ich sehe das Beichten eher als Anstoß dazu sein eigenes Verhalten zu reflektieren, bereuen und sich bessern. Ein sich entschuldigen vor Gott und gewisser maßen auch sich selbst gegenüber dass man schlecht gehandelt hat, obwohl man gut handeln will. Und beichten ist auch ein Anerkennen, dass Menschen Fehler machen können, aber diese auch wieder gut machen können. Ich glaube wenn man einem Pfarrer ein "richtiges" Verbrechen beichtet, dann wird er einen nicht einfach mit drei Vater-Unser als Bestrafung nach Hause schicken, sondern ein tieferes Gespräch suchen; versuchen dem Menschen zu helfen wie es weiter gehen kann, damit er mit sich selbst wieder ins Reine kommt. Angenommen ich wäre Schuld am Tod eines Menschen - nicht im strafrechtlichen Sinn, aber vor mir - ich könnte mir vorstellen, dass ich mir Rat bei einem Pfarrer holte, es vlt. beichten würde, einfach um es einmal auszusprechen.

Für jeden ist Kirche/Glaube aber auch etwas anderes. So wie manche in regelmäßigen Meditationen ihre Erfüllung sehen und andere nichts damit anfangen können, oder es nur gelegentlich machen wollen oder brauchen. Von daher kann man einen häufigen Kirchgänger nicht unbedingt als Inbegriff dessen sehen, was Kirche/Glaube ist.

Evanesco

Mitglied im Zaubergamot

  • »Evanesco« ist weiblich

Beiträge: 5 439

Haus: Slytherin

Beruf: im Rotstiftmilieu

  • Nachricht senden

154

Sonntag, 23. Dezember 2018, 23:37

7. Der Beitrag wegen dem ich wieder hierauf aufmerksam wurde:
1. Danke! Du fasst in großen Teilen nochmal in etwas weniger steifer Form schon zusammen, was ich hier ausgeführt habe.
2. Über Jesus weiß man letztlich nur das es ihn gab. Mehr nicht! Alles andere sind dann eben Überlieferungen und die Bibel nur ein sehr kleiner Ausschnitt davon. Diverse apokryphe Schriften sind das recht interessant. In vielen wird Jesus nicht als der brave Single-Mann beschrieben, der am Kreuz starb, sondern auch die Kindheit beleuchtet, oder eben über sein Privatleben geschrieben. Selbst eine Ehe und Kinder kommen in einigen Schriften vor. Das ist btw. auch die weit häufiger verbreitete Deutung des "Jünger den er liebte", nicht Homosexualität, sondern eine Hetero-Partnerschaft. Christentum auf die Bibel zu reduzieren ist halt zu kurz gegriffen. Zumal man dazu sagen muss, dass eben viele Überlieferungen (sofern sie überhaupt authentisch waren) schlicht rausgefolgen sind, weil sie dem Machtanspruch des Papsttums nicht gerecht wurden. So eben Jesus mit Frau und Kind, oder Geschwister von Jesu. Die frühen Päpste wollten schlicht keine Nebenbuhler, sondern eine lineare Vertreterschaft. Daher musste Petrus eben den Auftrag von Jesus erhalten und alleiniger Nachfolger sein und sich der Papst von ihm ableiten.
3. Zwei kleinere Korrekturen: Die Aussage, die Frau soll dem Manne untertan sein kommt so direkt in den Paulus-Briefen vor. Dass diese Äußerung auch Petrus tätigte wäre mir nicht bekannt. Eine Hierarchie zwischen Mann und Frau findet sich aber in der Bibel ohnehin deutlich früher bereits in Genesis 3,16 in der Geschichte vom Garten Eden und dem Baum der Erkenntnis werden die Mühen der Geburt als Strafe für die Frau dargestellt und die Mühen der Arbeit für den Mann. Wie ernst zunehmen diese Geschichte ist, sollte klar sein sowohl aus Evolutionstheoretischer Sicht können wir den Garten Eden als nette Geschichte abstempeln als auch deshalb, weil bereits da sich die Bibel in ihren ersten Kapiteln selbst widerspricht, indem sie einerseits die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau schildert, anderseits die Geschichte mit der Rippe von Adam, aus dem Gott die Eva formte kommt.
4. Das frühe Christentum war nie eine jüdische Sekte. Das Judentum wartete damals wie heute auf den Erlöser. Mit der Anerkennung von Christus als Erlöser spalteten sich die Juden, die die ersten Christen wurden vom Judentum ab. Allerdings war Jesus selbst Jude, das ist korrekt. Allerdings ein Jude, der sich der Bibel nach nicht viel um jüdische Bräuche kümmerte (Sünderin, Heilung am Sabbat etc.pp.).
Ich geh mal durch:
1. Bitte gerne, aber irgendwie konnte ich da gestern einfach nicht zu schweigen. Hab allerdings nicht richtig recherchiert...
2. Ich wusste bisher nur generell von den Apokryphen, habe mich nie weiter damit befasst. Auch dass sich einige Leute in Frankreich(?) als von Jesus-abstammend bezeichnen, habe ich irgendwo mal mitbekommen, aber ich bin da generell wie so oft "warum nicht?" Solang es nicht kompletter Schwachsinn ist, der irgendwie nachvollziehbar ist, muss man doch nichts dagegen haben, zumindest wenn es das eigene Leben nicht wertvermindert - wobei ich fast alles irgendwie skeptisch betrachte, eben nur für möglich halte, jetzt nicht zu einer Verfechterin für x/y werde (z.B. 9/11 war auf jeden Fall Verschwörung, weil Blumenkohl!)
3. Ich verwechsel die beiden (Petrus, Paulus) einfach zu oft... Das mit Adam+Eva ist recht nett in "die Päpstin" (Roman, den ich mir wirklich für's Studium - Thema "mediale Vermarktung von Mittelalter" oder so - mal durchlesen musste!) erklärt - aus Frauensicht. Da wird zurechtargumentiert, warum eben die Frau dem Mann vorrangig ist (nicht aus Lehm und nicht außerhalb von Paradies/Eden erschaffen + wollte Erkenntnis um des Erkenntnisgewinns, was Schlange ja versprach -> inwiefern das zum Original passt, weiß ich nicht.)
4. die Aussage stammt nicht von mir, sondern von einer habilitierten Person mit Lehrstuhl in alter Geschichte (Schwerpunkt römsich), Thema des besuchten Seminars war ca. "Juden in Rom", wobei natürlich auch ein Schwerpunkt auf das Frühe Christentum fiel mit der Unterscheidung von den sogenannten "Judenchristen" und "Heidenchristen". Zu dem Zeitpunkt war es insofern eine jüdische Sekte, als dass Einige sämtliche jüdischen Gebräuche (Feiertage, Beschneidung etc.) beibehalten wollten, während dies von anderen (vor allem den "Heidenchristen") abgelehnt wurde. Wenn dich der Name der Person interessiert - schreib mir ne PN ;-)
Wenn man nicht gegen den Verstand verstößt, kann man zu überhaupt nichts kommen. (Albert Einstein)
Mal nommer les choses, c’est ajouter au malheur du monde. (Albert Camus)
Oonko pahoillani? - Ma gueule!

155

Montag, 24. Dezember 2018, 22:42

Ich bin echt entsetzt über deine Einstellung, Blutiger Baron. Und offen gestanden auch angewidert.
Die Aufgabe von Ärzten ist, Menschen zu helfen. So oder so. Und da liegt der Schwerpunkt auf lebensfähigen bzw lebenden Menschen. Dass es Gynäkologen gibt, die keinen Schwangerschaftsabbruch durchführen ist völlig okay. Alles andere als okay ist es, den Ärzten das Leben schwer zu machen, sei es durch Extremisten oder Gesetzgebern und genau hier fängt das ganze an.
Ja, Ärzte informieren über Leistungen. Auch ein Sportarzt hat Schwerpunkte und ich kann als Ballerina nicht zu jedem gehen. Wenn da aber explizit steht: Beratung für Tänzer werde ich da eher hingehen, da ich mich im Vorfeld informieren kann.
Jede Information wird somit irgendwie zur Werbung.

Absurd und frauenverachtend wird das ganze beim Thema Abbrüche. Wie stellst du dir das bitte konkret vor?
Ein Flyer im Sinne von: Alles muss raus - 2 vom Preis von einer!?
Und die dumme Frau lässt sich dann von Werbung verführen? Ich könnte im Schwall kotzen!
Keiner wirbt für soetwas! Auch Frau Hänel nicht. Sie bietet es an und das ist wichtig. Denn so ein Eingriff ist nicht das gleiche wie eine Blinddarm OP, wo es kaum eine Rolle spielt, wer das macht.
Aber im Verfügen über Frauenkörper waren Männer schon immer gut.

Zitat

Nicht neutrale Information ist das Problem, sondern die Verbindung mit der Aussagen "Ich mach's!".

Genau. Da macht man lieber 10 Termine bei 10 Gynäkologen aus, wartet 10 Wochen (Facharzttermine sind rar) und bekomme dann beim zehnten lockeren: Schneid mir mal das Balg da raus zum zehnten Mal die Antwort: Nee, mache ich nicht.

156

Dienstag, 25. Dezember 2018, 02:18

@MandalaKind:
1. Ja, die Aufgabe von Ärzten ist es Menschen zu helfen. Die Aufgabe ist es auch Leben zu retten. Ein Fötus ist Leben!
2. Du wirfst mir Frauenfeindlichkeit vor übersiehst dabei aber etwas: Meine Aussage war eine juristische Bewertung der Lage, nicht meine persönliche Meinung wie der Fall gehabt werden sollte. Im Übrigen, da du konkret den Fall Hänel ansprichst: Bitte komm mir hier nicht mit Wissen aus irgendwelchen dummen Boulevard-Blätter. Ich habe mich mit dem Fall im Rahmen meines Studiums intensivst auseinandergesetzt. Mit dem Fall, der rechtlichen Bewertung und insbesondere der Vorgeschichte von Frau Hänel.
3. Wie ich mir das vorstelle? Wie wär's denn wenn man es so handhabt, wie es aktuell gehandhabt wird. Die aktuelle Lage ist wie folgt:

Schwangerschaftsabbruch ist verboten. Außer in drei Fällen:

A) Beratung, dann Abbruch der Schwangerschaft vor der 12. Woche möglich!
B) Kriminologische Indikation = Schwangerschaft durch Vergewaltigung, dann Abbruch der Schwangerschaft vor der 12. Woche möglich!
C) Medizinische Indikation = schwere Gefahr für das Leben oder die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren, dann Abbruch der Schwangerschaft bis zur 22. Woche mögliche

Diese Lösung halte ich so für absolut annehmbar und ausreichend.

Und zur Beratung: Dafür gibt es m.M.n. sehr sinnvolle Regelungen. So muss die Beratung bei einer staatlich anerkennten Stelle geschehen (gibt an die 2000 in ganz Deutschland) und erst dann darf der Arzt eine Abtreibung vornehmen. Bei der Beratungsstelle erhält man neben dem Schein auch Adressen von Ärzten, die Abtreibungen durchführen. Soviel also zu deinem "Genau. Da macht man lieber 10 Termine bei 10 Gynäkologen aus, wartet 10 Wochen (Facharzttermine sind rar) und bekomme dann beim zehnten lockeren: Schneid mir mal das Balg da raus zum zehnten Mal die Antwort: Nee, mache ich nicht.".

Du zeigst mit deinem Beitrag einfach, dass du keinerlei Ahnung von dem Thema hast. Aber Hauptsache mir, der sich intensiv mit dem Thema befasst hat unterstellen ich sei Frauenfeindlich oder halte Frauen für dumm und mich in die typische Ecke stellen der bösen, bösen Männer, die Frauen bevormunden wollen. Schon klar. Danke auch...

Abschließend: Solltest du noch weiterdiskutieren wollen gerne. Dann aber bitte auf Polemik und Aussagen und Beleidigungen auf Stammtisch-Niveau verzichten. Wenn nicht, auch recht...

---------------------

@Evanesco:
zu 2.: Wie gesagt: Gibt so einiges an Überlieferungen, die mehr oder weniger neu/alt sind. Vieles davon kann man im normalen Buchhandel kaufen. Bspw. Judas- und Paulus-Evangelium.
zu 3.: Naja. Sämtliche Argumente auf der Eden-Geschichte haben immer das Problem, dass es zwei Schöpfungsberichte gibt. Den einen, der eindeutig älter ist, am Beginn der Bibel und die Story aus'm Garten
zu 4.: Ich halte die Aussage für falsch, völlig unabhängig davon von wem sie stammt. Eine der Grundideen des Jugendtum ist, dass Jesus nicht der Messias ist. Damit ist jeder Juden-Christ, ebenso wie ein Heiden-Christ per Definition nicht Jude. Auch wenn sie natürlich Juden waren und zum Teil die jüdischen Riten nicht ablegten.

---------------------

@Grashüpfer:
Deine gesamten Aussagen basieren auf persönlichen Erlebnissen mit Einzelpersonen aus denen du dann auf das Christentum als ganzes und seine Inhalte schließt. Kannst du ja gerne machen. Sinnvoll ist das aber nicht. Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

157

Freitag, 28. Dezember 2018, 14:03

Vieles davon kann man im normalen Buchhandel kaufen. Bspw. Judas- und Paulus-Evangelium

Das Barnabas-Evangelium auch?

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (28. Dezember 2018, 15:54)


158

Freitag, 28. Dezember 2018, 16:07

Laut Wikipedia ist auch das im Buchhandel erhältlich, ja. https://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

159

Freitag, 28. Dezember 2018, 22:35

Tatsächlich, ich dachte, dass das Barnabas-Evangelium überhaupt nicht zum Verkauf angeboten wird, weil es das Christentum in Frage stellt.

Vincent Delacroix

Quidditch-Star

  • »Vincent Delacroix« ist männlich

Beiträge: 1 026

Haus: Ravenclaw

Beruf: Wer nix wird, wird Wirt!

  • Nachricht senden

160

Samstag, 29. Dezember 2018, 03:15

@Merlin
Das Christentum wird in zighunderten Romanen und Sachbüchern, welche frei zum Verkauf stehen, in Frage gestellt. Religionskritik ist ja nicht per Gesetz verboten... oder lebst du in so einem Amish-Dorf? :D
Where do you expect us to go when the bombs fall?

(System of a Down - Tentative)

Zurzeit sind neben Ihnen 2 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

2 Besucher