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Der Blutige Baron

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21

Freitag, 4. November 2016, 23:08

Nein. Das House of Representatives wird komplett am 8. November neugewählt.
https://en.wikipedia.org/wiki/United_Sta…elections,_2016
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

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Grashüpfer

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22

Freitag, 4. November 2016, 23:14

ok, hab ich mich geirrt
ich kapiere aber die ganze Senat-Repräsentantenhaus-Sache und wer über was abstimmt sowieso nicht ganz, wahrscheinlich müsste man sich mal richtig damit beschäftigen :p
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

Der Blutige Baron

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23

Freitag, 4. November 2016, 23:19

Naja. Ist eben ein Zwei-Kammern System. Ähnlich der deutschen Zweiteilung (Bundestag und Bundesrat). Grundsätzlich sind sowohl Repräsentantenhaus als auch der Senat für die Gesetzgebung zuständig.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

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planternol

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24

Montag, 7. November 2016, 19:48

Sicherlich wissenswerte Details. Aber eigentlich würde mich viel mehr interessieren, wie sehr euch persönlich die ISA Wahl interessiert und ob ihr glaubt, dass es für uns irgendwie wichtig ist, wer den Wahlsieg davon trägt.

25

Montag, 7. November 2016, 20:53

Ich glaub, die USA-Wahl ist nur deshalb essentiell wichtig, nich nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt, weil ausgerechnet Donald Trump der Kandidat der Republikaner is. Der ist ganz einfach das schlimmste, was den Republikanern passieren konnte und sicherlich einer der Schlimmsten, die der Welt passieren können.
Denn wenn ich ehrlich bin - ich glaub nach wie vor, dass es natürlich auch jetzt schon viele schlimme Staats- und Regierungschefs gibt, aber die müssen sich an gewisse Regeln halten, zumindest so lange, wie die USA noch Obama haben. Wenn die USA aber Donald Trump als Präsidenten haben, dann gibts keine Regeln mehr. Denn seien wir ehrlich. Angie reißt auf der Weltbühne auch nur so viel, wie man sie lässt. Aber so richtig ernst nimmt die auch keiner^^ Und wenn dann so jemand kommt wie Trump, der so offen hasst und pöbelt und sämtliche Werte, die gut und richtig sind, mit Füßen tritt... dann isses vorbei mit der Demokratie. Wie gesagt, diese ganzen Horrorszenarien von wegen The Purge oder die Hungerspiele könnten unter Trump real werden... die sind gar nich so weit her geholt.

Und das schlimme is... im Grunde hat Amerika das der Politik der letzten Jahre zu verdanken. Hätten die Republikaner nicht ständig und gegen alles, was Obama machen wollte, gemauert, die Leute wären nich in diesem Maße unzufrieden. Und wären sie nich so unzufrieden, würden sie in dem, was Trump sagt, nich die ultimative Lösung sehen... also es is irgendwie ein ganz schöner Teufelskreis, in den die USA sich da gebracht haben und der Rest der Welt kann im Grunde nur ohnmächtig zuschauen... und das Beste hoffen.
Could you be a little more dramatic, please?


His eyes feasted on her,
and he thought that he would like to
stand and look at her forever,
and that would be enough.

Hähnchen

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26

Montag, 7. November 2016, 21:51

Ich bin nun keine übermäßige Politikexpertin, aber auch ich bekomme natürlich so einiges mit. Und ich denke, dass Blümi die Lage echt gut einschätzt. Ich hab echt Schiss davor, dass Trump die Wahl gewinnt, denn dieser Mensch ist einfach unberechenbar. Wer weiß, was er sich sonst noch so überlegt, wenn er Präsident ist und welchen Einfluss das auf die gesamte Welt hat? Wenn so ein faschistischer Typ der Chef einer der einflussreichsten Nationen der Welt wird, dann kann das eigentlich nicht gut gehen. Da halte ich Clinton noch für besser, auch wenn sie sicherlich auch einige Ansichten hat, die für den Weltfrieden nicht unbedingt förderlich sind. Dennoch glaube ich, dass sie sich zumindest im Griff hat und nicht aus ihrer Emotionalität heraus fatale Entscheidungen trifft. Bleibt nur zu hoffen, dass die US-Amerikaner eine gute Entscheidung treffen.
"Als Verrückter genoss man gewisse Privilegien.
Zum Beispiel zögerten andere Leute, einen an bestimmten Dingen zu hindern - weil sie fürchteten, dadurch alles noch schlimmer zu machen"



So much universe, and so little time. Terry Pratchett (1948-2015)


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27

Dienstag, 8. November 2016, 14:59

Ich glaub, die USA-Wahl ist nur deshalb essentiell wichtig, nich nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt, weil ausgerechnet Donald Trump der Kandidat der Republikaner is. Der ist ganz einfach das schlimmste, was den Republikanern passieren konnte und sicherlich einer der Schlimmsten, die der Welt passieren können.


Die Republikaner haben ihn aber gewählt und ein großer Teil der US Wähler unterstützen ihn. Wie kann er da so schlimm sein? Es gab genug andere Kandidaten, aber die Bevölkerung hat ihn in der Vorwahl bevorzugt, so wurde er auch auf dem Parteitag der Konservativen gewählt. Wer sind wir, dem amerikanischen Volk zu sagen was sie zu wählen oder zu wollen haben? Natürlich ist Trump ein Nationalist und Rassist, nicht ohne Grund wählt die hispanische- und afroamerikanische Bevölkerung lieber Clinton als Trump.

Schlimmer finde ich da, dass die Presse in den USA einen sozialliberalen Demokraten wie Bernie Sanders als Sozialist oder Kommunist hinstellen und die Demokraten stattdessen so eine Kriegstreiberin wie Hillary Clinton nominierten.

Denn wenn ich ehrlich bin - ich glaub nach wie vor, dass es natürlich auch jetzt schon viele schlimme Staats- und Regierungschefs gibt, aber die müssen sich an gewisse Regeln halten, zumindest so lange, wie die USA noch Obama haben.


Welche schlimmen Staats- und Regierungschefs sollen das sein? Kim Jong-Un, der wie schon sein Vater Nordkorea diktatorisch regiert und selbst vor Parteifunktionären keinen Halt macht und hinrichten lässt? Oder eventuell Erdogan, der gerade die Türkei nach seinem rassistischen Gutdünken umstrukturiert und Lehrer, Beamte, GEWÄHLTE POLITIKER usw... entmachtet oder aus ihren Ämtern holt? Oder vielleicht sogar Salman ibn Abd al-Aziz, König und Premierminister von Saudi-Arabien, ein Staat in dem es noch die Steinigung, Auspeitschung und Todesstrafe gibt und in dem Homosexualität ein Verbrechen ist? Mit Afghanistan sind es die einzigen beiden Länder in denen der Salafismus die offizielle Staatsdoktrin darstellt. Wie wäre es mit Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, Staatschef Katars, ein Land mitten in der Wüste, in dem momentan durch tausendfache Sklavenarbeit die Fußballstadien für die FIFA WM 2022 gebaut werden. Ach, wozu soweit durch die Welt schweifen? Nehmen wir einfach Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn. Er hat die Kunst nationalisiert, weswegen es zu einem Künstlerexodus kam, zudem hat er die Menschenrechte und Pressefreiheit in Ungarn extrem beschnitten.

Also wo genau halten sich diese Staatsoberhäupter nochmal an irgendwelche Regeln? Vor allem: Was hat Obama damit zu tun? Der wollte mal Guantanamo Bay schließen, damit ging er in den Wahlkampf, passiert ist nichts.

Die USA ist auch nicht so ohne: http://www.spiegel.de/politik/ausland/in…n-a-200430.html

Die USA erkennt den Internationalen Gerichtshof nicht an und hat beschlossen, dass man vom ICC verurteilte Staatsbürger notfalls per INVASION aus den Niederlanden rausholt. Die USA droht einem NATO Partnerland, das muss man sich mal vorstellen. Also an welche Regeln sollen sich irgendwelche Despoten halten, wenn es die USA selbst nicht tut?

Wenn die USA aber Donald Trump als Präsidenten haben, dann gibts keine Regeln mehr. Denn seien wir ehrlich. Angie reißt auf der Weltbühne auch nur so viel, wie man sie lässt. Aber so richtig ernst nimmt die auch keiner^^


Also selbst wenn Trump Präsident wird, dann kann er auch nicht einfach machen wie er will. Der Kongress/Senat haut ihm dann schon auf die Finger. Welche Regeln sollen das überhaupt sein, die es dann nicht mehr geben wird wenn Trump Präsident wird?

Und wenn dann so jemand kommt wie Trump, der so offen hasst und pöbelt und sämtliche Werte, die gut und richtig sind, mit Füßen tritt... dann isses vorbei mit der Demokratie. Wie gesagt, diese ganzen Horrorszenarien von wegen The Purge oder die Hungerspiele könnten unter Trump real werden... die sind gar nich so weit her geholt.


Also wenn ich in South Central schaue was so abgeht, da braucht keiner The Purge oder die Hungerspiele, die gibt es dort schon. Auch so ganz generell, trotz afroamerikanischem Präsidenten, würde ich, wenn ich dunkle Hautfarbe hätte, nur ungern einen Fuß in die USA setzen, immerhin muss man damit rechnen, dass einen die Polizei wegen der Hautfarbe grundlos erschießt.
Auch hier muss man doch nur mal auf das Volk schauen: Warum ist Trump denn überhaupt so weit gekommen und jetzt Präsidentschaftskandidat? Weil der Rassismus in der weißen Bevölkerung der USA auch heute noch tief verwurzelt ist! Ähnlich wie in einigen Dörfern hier in Deutschland, gibt es auch in den USA Gemeinden, da hat die dort lebende Bevölkerung noch nie andere Staatsbürger gesehen. Wo soll da die Toleranz gegen Ausländer herkommen? Ganz zu schweigen von der tief verwurzelten Religion in den USA. Es gibt genug Konservative die die homosexuelle und transsexuelle Bevölkerung der USA am liebsten in Konzentrationslager stecken würde. Schau dir hierzulande nur mal die AfD an, wenn die gegen Homosexuelle, Transsexuelle usw. hetzen, wie viele Likes die bei Facebook bekommen und die dazugehörigen Kommentare.

Und das schlimme is... im Grunde hat Amerika das der Politik der letzten Jahre zu verdanken. Hätten die Republikaner nicht ständig und gegen alles, was Obama machen wollte, gemauert, die Leute wären nich in diesem Maße unzufrieden. Und wären sie nich so unzufrieden, würden sie in dem, was Trump sagt, nich die ultimative Lösung sehen... also es is irgendwie ein ganz schöner Teufelskreis, in den die USA sich da gebracht haben und der Rest der Welt kann im Grunde nur ohnmächtig zuschauen... und das Beste hoffen.


Ich würde eher sagen es liegt an der schlechten Wirtschaftsplanung der USA. Ein Staat, der de facto pleite ist und u.A. keine Auskunft darüber geben will/kann wo unsere deutschen Goldreserven sind http://www.focus.de/finanzen/news/vermut…id_3519983.html , der hat definitiv ein Finanzproblem. Die USA hat erst letztes Jahr ihre Schuldenobergrenze erhöht, sonst wären vermutlich heute noch die Museen und Co. geschlossen. Denen fehlt doch von vorn bis hinten das Geld, seit 30 Jahren steigt die Staatsverschuldung der USA und liegt momentan bei knapp 15 Billionen US Dollar, was wiederum knapp unter der 100% Marke des Bruttoinlandsproduktes der USA liegt.

Das generell das eine Lager die Beschlüsse des anderen boykottiert ist nichts neues. Das haben auch schon die Demokraten gegenüber den Konservativen gemacht. Die Kosten für Bildung steigen, das Sozialsystem der USA ist ein Witz, das Hire and Fire Prinzip (einstellen und entlassen wie man lustig ist) in der Wirtschaft der USA führt zu viel Stress bei den Betroffenen, die Waffenliberalität des Staates ist ein ganz schlechter Witz und der offene Rassismus - weiße Polizei die grundlos schwarze Menschen abknallen - sind nur einige der unzähligen Probleme dieses Staates.

Ja und wenn irgendwann die Scheiße überlauft, wer ist schuld? Genau, eine Minderheit oder die Anderen. Schuld in Gesellschaftsfragen sind immer die, die sich nicht wehren können: Ausländer, Schwule, Juden usw.....

Es heißt nicht umsonst: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlachter selbst. Aber wer sind wir, dass wir den US-Amerikanern sagen wen sie zu wählen haben?

Wenn ich mir die Berichterstattung hier zu Lande ansehe, muss ich sagen, dass das Weltbild wohl recht einfach ist: Clinton ist die Gute, Trump der Schlechte. Trump ist nicht der Teufel als der er hingestellt wird und Clinton nicht die Heilige als die man sie dem Volk präsentiert.
Klar, Trump ist ein homophober, frauenfeindlicher und religionsfeindlicher Rassist. Aber Clinton ist eine Wirtschafts- und Bankennahe Politikerlobbyistin, Kriegstreiberin , und machtgierig durch und durch. Trump ist bloß ein Selbstdarsteller, der kandidiert bloß weil er sonst nichts zu tun hat. Der Mann hat genug seiner Firmen an die Wand gefahren und ruiniert, jetzt will er seine Inkompetenz eben als Präsident zur Schau stellen, aber Clinton, die will Präsidentin werden, weil sie machtgeil ist.

Trump als Präsident, was soll da groß passieren? Polizisten werden doch jetzt schon freigesprochen wenn sie jemanden erschießen und hinterher sagen "Ich fühlte mich bedroht", das US-Militär wütet doch jetzt schon überall wie es lustig ist und beutet andere Staaten aus und raubt deren Bodenschätze und zerstört die Politisch/Gesellschaftliche Lage des Staates. Ich sage an der Stelle nur mal Mohammad Mossadegh und das Sozialsystem der USA ist nicht erst seit gestern praktisch nicht existent. Also wie schlechter soll es unter Trump noch sein?

Clinton als Präsident. Die Banken und Großkonzerne dürfen jetzt doch nach wie vor machen was sie wollen und wurden auch unter Obama nicht an die Leinen gelegt, wer Präsident war spielte nie eine Rolle, andere Staaten wurden ausgebeutet, wenn man deren Ressourcen wollte und wer die meisten Leichen auf dem Weg zur Macht hinterlässt, der gewinnt. Also was soll groß unter Clinton besser werden? Werden die Regenbögen heller strahlen, weil eine Frau US-Präsident ist? Na ich glaube mal nicht. Im Endeffekt bleibt das Meiste so wie es ist.
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Der Blutige Baron

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Dienstag, 8. November 2016, 15:26

Die Republikaner haben ihn aber gewählt und ein großer Teil der US Wähler unterstützen ihn. Wie kann er da so schlimm sein?

Um mal gleich Godwin's Law zu erfüllen: Hitler wurde auch von einem großen Teil des deutschen Volkes gewählt. Außerdem schau dir die Vorwahlen mal genauer an. Winner takes all! Er hat nur einen kelinen Teil der Vorwahlen tatsächlich mit >50% der Stimmen gewonnen, oder kurz: seine Mehrheit der Delegierten ist keine Mehrheit der Republikaner).


Zitat

Welche schlimmen Staats- und Regierungschefs sollen das sein? Kim Jong-Un, der wie schon sein Vater Nordkorea diktatorisch regiert und selbst vor Parteifunktionären keinen Halt macht und hinrichten lässt?

Nur der Vollständigkeit halber: Staatschef der Demokratischen Republik Korea ist de jure der "Ewige Präsident" Kim Il-Sung. Regierungschef ist der dejure der Vorsitzende des Komitees für Staatsangelegenheiten Kim Jong Il. Oder kurz gesagt formal betracht hat die Demokratische Republik Korea sowohl einen toten Regierungschef als auch einen toten Staatschef. Ansonsten ist Staatschef der Präsidiumsvorsitzende der Obersten Volksversammlung Kim Yŏng-nam und Regierungschef der Vorsitzende des Ministerrats Pak Pong-ju. Kurzum: Kim Jong-Un ist eigtl. weder das eine noch das andere.

Zitat

Also wo genau halten sich diese Staatsoberhäupter nochmal an irgendwelche Regeln? Vor allem: Was hat Obama damit zu tun? Der wollte mal Guantanamo Bay schließen, damit ging er in den Wahlkampf, passiert ist nichts.

Dieses Argument gegen Obama ist doch fadenscheinig. Fakt ist Obama hat Guantanamo nicht dicht gemacht ja. Fakt ist aber auch, dass das die Republikaner verhinderten und er einen sehr, sehr großen Teil der Gefangenen freigelassen hat. Lediglich diejenigen, die nicht in Drittstaaten Aufnahme fanden und somit bei Schließung in die USA kämen sitzen dort noch ein, wegen der Republikanischen Mehrheit! Für diese haben sich die Lebensbedingungen in Guantanamo aber um ein vielfaches verbessert.

Zitat

Also selbst wenn Trump Präsident wird, dann kann er auch nicht einfach machen wie er will. Der Kongress/Senat haut ihm dann schon auf die Finger.

Der Kongress kann Trump nur bedingt einschränken und er kann ihn vor Allem nicht zum Handeln zwingen, was Blumenkind wohl "befürchtet" oder anspricht ist, dass sich Amerika auf der Weltbühne zurückzieht. Und das kann ein Präsident Trump sehr wohl im Alleingang machen.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

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29

Dienstag, 8. November 2016, 19:05

Die Republikaner haben ihn aber gewählt und ein großer Teil der US Wähler unterstützen ihn. Wie kann er da so schlimm sein?

Um mal gleich Godwin's Law zu erfüllen: Hitler wurde auch von einem großen Teil des deutschen Volkes gewählt. Außerdem schau dir die Vorwahlen mal genauer an. Winner takes all! Er hat nur einen kelinen Teil der Vorwahlen tatsächlich mit >50% der Stimmen gewonnen, oder kurz: seine Mehrheit der Delegierten ist keine Mehrheit der Republikaner).


Ahja und das bringt es jetzt? Die ultimative Antwort auf alles: Hitler. Ja und Clinton wurde auch gewählt, aber nicht von allen. Das Argument kann man auf sie genauso anwenden. Der einzige Unterschied zwischen Trump und Clinton ist doch der, dass Trump wenigstens den Anstand hat offen zuzugeben das er ein Arschloch ist. Was die Wahl angeht, ich finde diese Art auch nicht toll, aber so ist es nun mal. Die Mehrheit der Bevölkerung hat auch nicht die CDU gewählt, trotzdem regiert sie. Verhältniswahlen bringen solche Ergebnisse nun einmal zustande. Wer 30 % hat und sich die restlichen 70 % auf viele andere Parteien/Kandidaten verteilen, dann gewinnt halt der mit den 30 %. Ist keine Mehrheit, aber die größte Minderheit - gewonnen.

Der Vergleich in den Vorwahlen hinkt also gewaltig. Da es kein 50%+ Quorum gibt, welches man erreichen muss, spielt es keine Rolle wer wie oft die absolute Mehrheit der Stimmen holte, da eine einfache Mehrheit ausreichend war.


Zitat

Welche schlimmen Staats- und Regierungschefs sollen das sein? Kim Jong-Un, der wie schon sein Vater Nordkorea diktatorisch regiert und selbst vor Parteifunktionären keinen Halt macht und hinrichten lässt?
Nur der Vollständigkeit halber: Staatschef der Demokratischen Republik Korea ist de jure der "Ewige Präsident" Kim Il-Sung. Regierungschef ist der dejure der Vorsitzende des Komitees für Staatsangelegenheiten Kim Jong Il. Oder kurz gesagt formal betracht hat die Demokratische Republik Korea sowohl einen toten Regierungschef als auch einen toten Staatschef. Ansonsten ist Staatschef der Präsidiumsvorsitzende der Obersten Volksversammlung Kim Yŏng-nam und Regierungschef der Vorsitzende des Ministerrats Pak Pong-ju. Kurzum: Kim Jong-Un ist eigtl. weder das eine noch das andere.


Und was Du in der Auflistung vergessen hast: Kim Jon-Un ist Oberster Führer.


[...]was Blumenkind wohl "befürchtet" oder anspricht ist, dass sich Amerika auf der Weltbühne zurückzieht. Und das kann ein Präsident Trump sehr wohl im Alleingang machen. [...]


Und? Was ist so falsch daran? Sollen sie sich doch zurückziehen. Super. Toll. Fantastisch. Ein Staat weniger der die Welt als Kriegsschauplatz missbraucht. Ich weiß nicht was daran jetzt verkehrt ist? Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen der Option, die USA in der Welt mit all ihrer humanitären Hilfe auch Kriegsspiele betreiben zu lassen oder die USA komplett von der Weltbühne zu nehmen zu dem Preis, dass neben dem Militär auch die humanitäre Hilfe der USA abgezogen wird, ich würde ohne mit der Wimper zu zucken mich für letztes entscheiden!

Heutzutage bekommt ja jeder, der nicht bei drei auf einem Baum ist, einen Friedensnobelpreis nachgeschmissen und wenn Trump ernsthaft die USA von der Weltbühne abzieht, dann ist ihm der Friedensnobelpreis für seine Außenpolitische Friedenspolitik sicher, da interessiert das dann niemanden mehr, dass er in der Innenpolitik grünes Licht für die Herabwürdigung der nicht-weißen Bevölkerung gab.

Die USA mag ja vieles sein, aber die Weltpolizei, für die man sie vor vielen, vielen Jahrzehnten mal ansah, ist sie nicht! Die USA täte der Welt einen Gefallen, wenn sie sich von der Weltpolitik verabschiedet. Wenn dann noch die Russen nachziehen, in Palästina/Israel Ruhe einkehrt und Afrika nicht mehr ausgebeutet wird, dann stehen wir kurz vor dem Weltfrieden. Hallelujah.
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30

Dienstag, 8. November 2016, 19:25

Die USA werden sich von der Kriegsbühne der Welt nicht zurück ziehen, wenn Trump gewinnt.
Ich befürchte eher das Gegenteil.
Trump hat kein Rezept für einen Wirtschaftsaufschwung und er hat auch sonst nicht viel an handfestem, verwirklichbarem Programm.
Was wird denn passieren, wenn er schreit "build that wall" und die Mexikaner zeigen ihm lediglich einen Vogel?
wenn er merkt, dass die Innenpolitik nicht läuft und die Befürchtung hat, die Bevölkerung merkt es auch?
Dann wird er dasselbe tun, was amerikanische Präsidenten eben tun um von der Innenpolitik abzulenken...einen krieg anfangen...wir gegen sie...gegen wen ist erst mal nebensächlich
dann wird die Welt nicht friedlicher
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Dienstag, 8. November 2016, 19:36

Ahja und das bringt es jetzt? Die ultimative Antwort auf alles: Hitler. Ja und Clinton wurde auch gewählt, aber nicht von allen. Das Argument kann man auf sie genauso anwenden.

Kann man. Hab ich auch nicht bestritten. Ich finde nur dein Argument, dass er nicht so schlimm sein kann, weil die Leute ihn ja aus mehreren Alternativen wählten, nicht stimmig. Was ich durch den Vergleich mit Hitler deutlich machen wollte. Oder kurz: Die Anzahl an Unterstützer sagt nicht unbedingt etwas über die Qualität eines Politikers aus.

Und was Du in der Auflistung vergessen hast: Kim Jon-Un ist Oberster Führer.

Nein das habe ich nicht vergessen. Oberster Führer ist ein Titel, den sich Kim Jong Un, wie sein Vater und Großvater gab. Ein Ehrentitel, kein Amt. Da es hier um das Amt Regierungschef bzw. Staatsoberhaupt ging habe ich das bewusst nicht aufgeführt. War wie gesagt auch nur eine Ergänzung. Natürlich ist Kim Jong Un defacto Regierungschef und Staatsoberhaupt.
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32

Mittwoch, 9. November 2016, 01:42

Ich glaube Du hast mich da missverstanden. Trump oder Clinton ist beides schlimm.

Aber, 1.) welches Recht haben wir den Amerikanern zu sagen wen sie zu wählen haben und 2.) wie schlecht kann ein demokratisch gewählter Präsidentschaftskandidat sein? Nicht so schlimm wie jemand der sich an die Macht geputscht hat. Er ist demokratisch gewählt und damit ein legitimer und legaler Präsidentschaftskandidat und damit hat er genauso das Recht für das Amt kandidieren zu dürfen wie jeder andere auch. Was man von ihm als Mensch hält ist eine andere Frage, hat aber in dieser Sache nichts verloren, weil es ja darum nicht geht.

Und die Republikaner wollten ihn als Kandidat, nicht alle, aber viel, ebenso wie in der Wählerschaft der Republikaner, wie die Vorwahlen zeigten. Die Amerikaner müssen also irgendwas tolles in ihm sehen, sonst würden sie ihn nicht wählen. Das die Amerikaner ein anderes Weltbild haben als der Rest der Welt ist doch nichts neues. Staatsverschuldung bis zum Mond, aber glauben man wäre das reichste, tollste und beste Land der Welt. So ein paradoxes Verhalten bedarf einer gewissen Gehirnakrobatik.

Also wie schlimm kann er da für die Amerikaner sein/ von ihnen angesehen werden? Wie wir Europäer ihn finden ist doch den Amerikanern wumpe. Sorgen mache ich mir eher, dass Trump vom Volk, wenn er denn gewählt wird, mehr oder weniger die Legitimation erhält so weiter zu machen wie bisher als Geschäftsmann und wer Trumps Karriere kennt, der weiß das dieser Mann mehr als nur eine seiner Firmen gegen die Wand fuhr und ruinierte.

Wie ich in einem vorherigen Posting schon schrieb: Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selbst. Wenn die Amerikaner Trump zum Präsidenten wählen, bei der Staatsverschuldung die sie gegenwärtig haben, dann haben sie auch nichts besseres verdient. Doof nur, dass der Rest der Welt auch darunter leiden wird, denn die bisherigen Präsidenten hatten auch keine Skrupel damit, zuzulassen das die FED die gelagerten Goldreserven anderer Staaten zur eigenen Haushaltssanierung missbraucht. Mit Trump als Präsident sehe ich einen Mann im höchsten Amt, dem ich es zutraue allen Staaten den Mittelfinger zu zeigen und zu sagen "Ihr lagert euer Gold bei uns, damit gehört es und auch, wenn ihr was wiederhaben wollt, dann rechnet damit das unser Militär in euren Staaten einmarschieren wird zur Verteidigung unseres Eigentums."
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Mittwoch, 9. November 2016, 03:46

Oh Mann.... es ist 3:45 Uhr und die Zwischenergebnisse aus Florida und Ohio lassen Schlimmes befürchten... --unsure--

Woelkchen

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Mittwoch, 9. November 2016, 09:26

Und das Schlimmste ist tatsächlich eingetreten :(
"Teenager mit wunderschönen Augen und Figuren, für die manch einer sterben würde, weinen, weil ihr Haar die falsche Farbe hat oder weil sie glauben, ihre Nase sei zu groß.
Diesen Preis zahlen wir, weil wir uns durch die Augen anderer richten, einer der Flüche der menschlichen Rasse."

(Cody McFadyen - Die Blutlinie)

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Mittwoch, 9. November 2016, 11:43

Nach dem Brexit jetzt auch noch Trump.
Es ist einfach schockierend, dass die wichtigsen Entscheidungen dieses Jahr fernab jeder wirtschaftlichen und rationalen Vernuft getroffen wurden.
Die Welt geht schweren Zeiten entgehen, der "Westen" versinkt im Chaos und Putin kann sich freuen. :(

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Mittwoch, 9. November 2016, 13:56

das ist ein Schock
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37

Mittwoch, 9. November 2016, 15:06

Das war doch vorhersehbar. Die vielen Jahre der ökonomischen Zügelosigkeit und der politischen Untätigkeit haben dazu geführt. Island ist halt nur ein Staat, nicht die Welt. Dort wurden korrupte Banker inhaftiert und vermutlich werden die Piraten dort bald regieren.

Was passiert im Rest der Welt? Bankenkrise, Finanzkrise, Flüchtlingskrise, Kriege die die USA oder Russland begannen, die Untätigkeit der Regierung, bspw. hier in Deutschland die seit 10 Jahren andauernde Inhaltslosigkeit Angela Merkels.

Mich wundert es nicht, dass die Trumps, Höckes, Le Pens, Wilders doer Orbans der Welt nun Erfolg um Erfolg verbuchen. Wenn die Maßlosigkeit ihren Zenit erreichte, hat das Volk schon immer rebelliert, genau in der Phase sind wir jetzt Die FPÖ hat erfolgreich die Bundespräsidentenwahl angefochten und nun wird der zweite Wahlgang am 04. Dezember wiederholt. Wahlausgang? Wer weiß das schon, eventuell wird es Norbert Hofer, der Jörg Haider der Gegenwart.

Die Menschen fühlen sich einfach verarscht, gerade die, die nur eine geringe Bildung haben - und das sind nicht wenige.

Hinzu kommt, dass der Konservative Block meistens sehr vereint auftritt. Mit der Union und der AfD gibt es nur 2 konservative/rechtskonservative etablierte Parteien hier in Deutschland, aber der demokratische Sektor teilt sich in zu viele Parteien auf, das hilft natürlich bei einer Verhältniswahl den Konservativen. Sie bekommen nur 30, 35 %, aber gewinnen weil die restlichen Prozente zu kleineren Teilen auf die demokratisch/linken Parteien verteilt werden.

Nächstes Jahr um diese Zeit haben wir die Bundestagswahl hinter uns und werden wohl die AfD im Bundestag sitzen haben.
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Donnerstag, 10. November 2016, 23:55

erstmal ... ein bisschen spaß muss sein, denn anders ist das ganze ja gar nicht zu ertragen: wer dem ollen trump mal gehörig einen trompeten will, also den donald trumpen quasi, der ist hier richtig: www.trumpdonald.org --biggrin--

tscha ... ansonsten muss ich sagen, dass ich ebenso geschockt bin, wie wohl fast jeder in deutschland. mit trump sitzt nun ein mensch im mächtigsten amt der welt, der dafür nichtmal ansatzweise geeignet ist. man muss sich das mal überlegen. der kerl hatte noch nie auch nur das kleinste politische amt inne. er war kein senator, kein gouvaneur, kien kongressmitglied, kein senatsmitglied. jeder popelige bürgermeister aus ner us-kleinstadt wäre geeigneter gewesen. trump ist kein politiker und weiß gar nicht, wie politik funktioniert. noch dazu ist er völlig ungebildet. denkt, dass schottland ne stadt ist usw.

aber das ist nichtmal das schlimmste. es gibt zwei dinge, die mir konkret als europäer angst machen. glücklicherweise sind wir ja von den meisten innenpolitischen sachen überhaupt nicht betroffen. zum einen ist es die tatsache, dass ein cholerischer, launischer mann mit der reife eines 13-jährigen, der sich nichtmal selbst unter kontrolle hat, jetzt die finger am abzug von atomraketen hat. das macht mir echt angst.

das andere ist die tatsache, dass er den klimawandel leugnet. wenn die usa jetzt alle klima-abkommen blockieren, dann wird das alles nichts. ohne ein so großes land wie die usa, kann sich der rest der welt anstrengen wie er will, dann haben wir keine chance. dann schmelzen die eisflächen an den polen noch schneller und noch mehr tiere sterben aus, weil ihre lebensräume verschwinden. hinzu kommen die ganzen umweltkatastropfen wie tsunamis/sturmfluten/erdbeben/hochwasser ... whatever.

und trotzdem denke ich, dass wir jetzt nicht in hysterie ausbrechen müssen und den untergang des abendlandes verkünden müsssen.

denn überlegen wir uns doch mal: warum hasst jeder normale mensch diesen typen? weil er ein rassist ist, weil er frauenverachtend ist, weil er gegen minderheiten hetzt, weil er muslimen die einreise verweigern will, weil massenhaft einwanderer abschieben will. all das macht trump zu einem ekelhaften menschen. aber wird es sich politisch groß in die realität umsetzen lassen? vermutlich nicht.

wird trump eine mauer zu mexiko bauen? natürlich nicht. mal abgesehen davon, dass die grenze mehrere tausend kilometer lang ist, was ewig dauern würde, ist dafür auch einfach kein geld da. deshalb will er das ja die mexikaner bezahlen lassen. was die natürlich nicht tun werden. ist ja auch völlig lächerlich.^^

wird trump 10 millionen illegale einwanderer ausweisen lassen. natürlich nicht. wie will er das auch anstellen? ein illegaler einwanderer, versteckt sich ja und tut alles dafür, dass er nicht als solcher erkannt wird. wenn man die einfach finden könnte, wären die ja vermutlich größtenteils schon längst abgeschoben.

wird trump die usa aus der nato austreten lassen? natürlich nicht. noch so ein ding, was einfach völlig unrealistisch ist. die nato-länder sind viel zu eng miteinander verbunden als dass man das mal eben so auflösen könnte. man sieht ja beim brexit, dass es gar nicht so einfach ist, wenn ein staat aus einer gruppe austreten will. das würde wahrascheinlich länger dauern als trump im amt ist.

wir sehen also: die meisten horrorszenarien wird er gar nicht umsetzen können. das waren einfach nur wahlversprechen, die er niemals einhalten wird. eben einfach nur einige weitere lügen eines chronischen lügners. das alles ist keinesfalls so problematisch wie die oben genannten punkte mit atomwaffen und klimawandel.

und wenn man nun ganz lange sucht und wirklich angestrengt nachdenkt, dann kommt man sogar auf zwei positive dinge, die der sieg von trump bewirken. zum einen ist das freihandelsabkommen titip damit endgültig geshceitert. trump will das nicht. zwar aus den völlig falschen gründen (protektionismus und ablehnung von freien handel), aber letztlich ist nur das ergebnis wichtig. titip bleibt uns erspart. keine clorhühnchen und keine wallmart-welt^^

der zweite punkt ist der, dass ein dritter weltkrieg jetzt um einiges unwahrscheinlicher geworden ist. trump und putin bewundern sich ja. also wird es keinen krieg mit russland geben, was aufgrund der syrien-geschichte bislang gar nicht mal so unwahrscheinlich war. man denke nur an das russische fglugzeug, was das nato-land türkei abgeschossen hat. wenn sowas öfter und heftiger passiert, kann schnell eins zum nächsten kommen. dieses szenario ist jetzt relativ unwahrscheinlich, wenn trump und putin tatsächlich best friends sind.
die andere möglichkeit für einen dritten weltkrieg wäre ja china und trump hasst china ja auch. aber china ist das glücklicherweise völlig egal. die scheren sich nicht um den rest der welt und kochen ihr eigenes süppchen. siehe syrien ... china ist die einzige der großen atommächte, die da überhaupt nicht mitmischt. ach und naja ... wegen nen paar unbesiedelten inseln im pazifik fängt man keinen weltkrieg an^^

joa ... soweit so schlecht. wir sehen also abschließend: trump als präsident ist eine entscheidung, die an dämlichkeit nicht zu überbieten ist. sie ist auch völlig unverständlich. aber gerade für uns in europa halten sich die auswirkungen echt in grenzen. die große katastrope zu der die trump-wahl gemacht wird, ist sie zumindest für uns nicht. aber wir basteln ja auch genüsslich an unserer eigenen katastrophe ... nächstes jahr zieht die afd höchstwahrscheinlich in den bundestag ein. das finde ich persönlich noch viel schlimmer als trump.
Ich bin ein Ein-Finger-Tipper :D
und ich hab die Lizenz zum Spammen! 8)

Achja, und falls ihr noch Zeit habt schaut euch doch mal das hier an ;) :D

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Der Blutige Baron

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Freitag, 11. November 2016, 02:05

zum einen ist es die tatsache, dass ein cholerischer, launischer mann mit der reife eines 13-jährigen, der sich nichtmal selbst unter kontrolle hat, jetzt die finger am abzug von atomraketen hat. das macht mir echt angst.

Ganz ehrlich das ist so dermaßen übertriebene Hysterie. Vor Trump einem demokratisch gewählten Präsidenten hat man Angst, dass er die Atombombe nutzt? Ist ja nicht so, dass weltweit auch Diktatoren den Finger am Knopf der Atombombe haben. Ihnen allen ist aber eines gemeinsam, keiner von denen ist dumm genug die Welt auszulöschen. Dieser kleinste gemeinsame Nenner aller "Irren am Auslöser für Atomraketen" ist der beste Garant dafür, dass diese Bedrohung nur theoretisch vorhanden ist.

das andere ist die tatsache, dass er den klimawandel leugnet. wenn die usa jetzt alle klima-abkommen blockieren, dann wird das alles nichts. ohne ein so großes land wie die usa, kann sich der rest der welt anstrengen wie er will, dann haben wir keine chance. dann schmelzen die eisflächen an den polen noch schneller und noch mehr tiere sterben aus, weil ihre lebensräume verschwinden. hinzu kommen die ganzen umweltkatastropfen wie tsunamis/sturmfluten/erdbeben/hochwasser ... whatever.

Der Klimawandel ist ein kontrovers diskutiertes Thema und ja, es gibt sie auch die Klimaforscher, die meinen, dass das alles nicht so schlimm ist. Bedenkt man, dass es noch vor 2 Jahrzehnten hieß das Ozonloch wird sich niemals schließen wird und es jetzt fast geschlossen ist.
Außerdem sind Klima-Ziele nicht in 4 Jahren zu erreichen, sondern meist langfristige Ziele. Insofern auch hier: Mal den Teufel nicht an die Wand, in 4 Jahren der Spuk Trump wieder vorbei ist.

wird trump die usa aus der nato austreten lassen? natürlich nicht. noch so ein ding, was einfach völlig unrealistisch ist. die nato-länder sind viel zu eng miteinander verbunden als dass man das mal eben so auflösen könnte. man sieht ja beim brexit, dass es gar nicht so einfach ist, wenn ein staat aus einer gruppe austreten will. das würde wahrascheinlich länger dauern als trump im amt ist.

Was wäre denn so schlimm an einer Auflösung der NATO? Dank dieses Militärbündnisses, das seiner Bestimmung nach nicht mehr existieren sollte, mischen sich diverse Staaten (auch Deutschland) immer wieder in anderen Gebieten ein, die sie eigtl. nichts angehen. Weniger Militärische Aktivitäten würde ich jetzt nicht unbedingt als extrem negativ einstufen.

joa ... soweit so schlecht. wir sehen also abschließend: trump als präsident ist eine entscheidung, die an dämlichkeit nicht zu überbieten ist. sie ist auch völlig unverständlich. aber gerade für uns in europa halten sich die auswirkungen echt in grenzen. die große katastrope zu der die trump-wahl gemacht wird, ist sie zumindest für uns nicht. aber wir basteln ja auch genüsslich an unserer eigenen katastrophe ... nächstes jahr zieht die afd höchstwahrscheinlich in den bundestag ein. das finde ich persönlich noch viel schlimmer als trump.

Wieso stufst du die Entscheidung als unverständlich ein? Hillary Clinton war definitiv keine bessere Kandidatin als Trump. Hier war die Frage nur welchen von zwei miesen Kandidaten man wählt. Dass dann der unverdächtige Polit-Neuling die Chance bekommt finde ich nicht besonders verwunderlich. Es gab eben mehr Wähler, die die Schnauze voll vom Establishment hatten, als jene die Angst/Wut auf Trump verspürten (Schwarze, Frauen etc.)
Und zur AfD: Auch hier halte ich es für angebracht nicht zu übertreiben. Ja die AfD wird wohl in den Bundestag einziehen. Die Frage wird sein, wie viele Prozent sie bekommen. Ich glaube an ein niedriges zweistelliges Ergebnis. Das wird dann hoffentlich die etablierten Parteien aus ihrer Ignoranz und Dämonisierung der AfD wachrütteln, so dass endlich Lösungen für dieses Problem gesucht werden.

Nochmal zurück zu Trump: Das größte Problem ist schlicht, dass im Vorfeld die EU-Staaten (allen voran Deutschland) Trump als das Böse dargestellt haben. Wenn der Deutsche Außenminister jetzt mit einem Präsident arbeiten muss, den er zuvor als Hassprediger bezeichnet hat, dann ist das problematisch.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Grashüpfer

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Freitag, 11. November 2016, 07:32

ich finde viel problematischer als die Aussichten auf Nato und Klimawandel, wie die USA sich immer noch mehr spaltet. Gut, gespalten waren sie schon immer.
In einem Land, in dem man entweder Demokrat oder Republikaner ist und es nichts sonst gibt, ist das auch nicht anders möglich. Aber jetzt verhärtet sich das ganze bis zu tätlichen Übergriffen. Latinos haben Angst und ich glaube, es wird noch viel schlimmer.
Ja, Trump wird das, was er versprochen hat nicht durchsetzen können. Er kann die Illegalen nicht alle rauswerfen, schon allein deshalb nicht, weil sie für den amerikanischen Arbeitsmarkt zu wichtig sind. Nur wenn er die versprochenen Dinge nicht umsetzt, dann ist da offiziell ganz sicher nicht Trump schuld. Er wird seinen Wählern sagen, dass er alles tun würde, was er versprochen hat, wenn...ja, wenn nicht die Latinos und die Schwarzen und Schwulen und Muslime und Feministinnen und sonstige Auswüchse der anständigen amerikanischen Gesellschaft ihn daran hindern würden.
Das heißt, es werden sich die Verlierer im amerikanischen Rostgürtel betrogen fühlen und zwar nicht von Trump, sondern von den Trumpschen Sündenböcken.
Ich bin froh, dass ich keine in Amerika lebende Minderheit bin.
Seltsam, wie groß die Illusion ist, dass Schönes auch gut ist (Tolstoi)

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