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Merlin1

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1

Montag, 12. November 2018, 12:57

Wozu hat Snape Harry die Erinnerung über Quirell gegeben?

In den Erinnerungen von Snape gibt es einen Moment, indem Snape mit Dumbledore über Harrys erste Tage in Hogwarts und über Quirell redet


Sinngemäß wiedergegeben

Snape: "der Junge ist...arrogant, faul wie sein Vater..."

Dumbledore: "Man sieht nur, was man sehen will, Severus. Andere Lehrer berichten mir, dass der Junge intelligent, bescheiden und einigermaßen talentiert ist."

Dumbledore kurze Zeit später: " Behalten Sie Quirell im Auge, ja?"

Aus dieser Erinnerungsszene schließe ich 3 Punkte heraus

- Snape hält nicht viel von Harry
- die anderen Lehrer loben Harry
- Snape soll laut Dumbledore Quirell im Auge behalten

Aber diese Erinnerung war doch im Grunde unnötig für Harry, oder?
Harry wusste dich schon immer, dass Snape ihn gehasst hat - und dass die anderen Lehrer laut Dumbledore Harry gelobt haben, war für Harry angesichts der ernsten Situation sicher egal.

Auch Dumbledores Befehl, Snape solle Quirell im Auge behalten, war eine unnötige Information - Quirell war seit 6 Jahren tot und spielte keine Rolle mehr.

Kurz: diese Szene half Harry im Grunde überhaupt nicht weiter, um Voldemort zu besiegen, oder?

Gut, für uns Leser mag es interessant gewesen sein.
Aber für Harry war diese Information eher weniger von Nutzen, nicht wahr?

Also..warum hat Snape ihm diese Szene mit als Erinnerung gegeben?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Merlin1« (12. November 2018, 13:53)


Der Blutige Baron

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2

Montag, 12. November 2018, 15:21

Vermutlich um zu zeigen, dass Snape Harry bereits seit seinem ersten Jahr schützte trotz seiner Abneigung ihm gegenüber.
IIII I ∘ IIII IIII IIII I ∘ IIII IIII III

"Harry looked around; there was Ginny running towards him; she had a hard, blazing look in her face as she threw her arms around him. And without thinking, without planning it, without worrying about the fact that fifty people were watching, Harry kissed her."

Sluggy

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3

Montag, 12. November 2018, 15:24

Möglicherweise auch, um klarzumachen, dass Quirrell schon immer - bzw. vermutlich seit seiner Reise, bei der Voldemort ihn besessen hat (sagt man das so?) - unter Verdacht stand.
:D 8) --knuddel--

Merlin1

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4

Montag, 12. November 2018, 17:57

Hm aber die Sache/Erinnerung mit Quirell- und mit Karkaroff-, war finde ich etwas fehl am Platz bezüglich der Voldemort/Horkrux - Situation.

Die Erinnerungen mit Lily und die Gespräche mit Dumbledore hatten ja ihren Sinn gehabt und haben bei Harry einen tiefgreifenden Eindruck hinterlassen.

Aber die Information über Quirell und über Karkaroffs Sorge, dass das Dunkle Mal stärker sein würde, waren irgendwie "Schnee von gestern" und für die jetzige Situation doch eher nicht sehr relevant oder?

Grashüpfer

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Dienstag, 13. November 2018, 08:03

Ich könnte mir vorstellen, dass so eine Erinnerungsübergabe nicht ganz so klar und einfach ist, wie einen Film abspulen, vor allem, wenn man schon kurz vor dem Tod steht und schwer verletzt ist.
Da können sich dann vielleicht auch ungebetene und eher uninteressante Erinnungsfetzen einschleichen.
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Vincent Delacroix

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Dienstag, 13. November 2018, 09:14

Das ist ja genauso wie mit der Erinnerung, in der Snape und Lily über James Potter reden und sie nochmals deutlich betont, dass sie ihn nicht ausstehen kann. Für Harry spielt diese Erinnerung keine Rolle, das Ende vom Lied kennt er ja schließlich. Die Erinnerungen sind in chronischer Reihenfolge, also mischen sich - wie Grashüpfer schon so in etwa sagt - auch diverse andere Dinge, die Harry oder seine Mutter betreffen zu den wichtigen Informationen, während Snapes Leben vor dessen innerem Auge an ihm vorbeizieht.
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Merlin1

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Mittwoch, 14. November 2018, 10:37

Hm also kamen diese etwas unnötigen Erinnerungen (Quirell, Karkaroff) eher unbewusst, sprich Snape hatte keine Kontrolle über sie?

Aber was ist dann mit seiner schlimmsten Erinnerung?
(in der James ihn verspottet)
Theoretisch hätte diese Erinnerung auch unbewusst kommen können.. Ich denke, da Harry sie nicht gesehen hat, muss es bedeuten, dass Snape sehr darauf geachtet hat, dass er diese Erinnerung nicht preisgibt.

grit

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8

Mittwoch, 14. November 2018, 13:18

Ich denke, das ist einfach eine chronologische Abfolge, allerdings nicht rein zufällig.

Man muss sich nochmal vergegenwärtigen, dass Snape ja davon ausgeht, dass Harry ihn für seinen schlimmsten Feind hält - außer natürlich Voldemort.
Er weiß, dass Harry ihn für Dumbledors Tod verantwortlich macht und dass er alles ihm in dieser Situation am Rande des Todes Mögliche tun muss, um Harry davon zu überzeugen, dass er immer Dumbledores Mann war.

Daher zeigt er Harry alles über seine Beziehung zu Lily Evans und über sein Verhältnis zu James. ( Er weiß nicht genau, was Harry im Denkarium im fünften Schuljahr alles gesehen hat, bevor er ihn erwischt hat.)
Er muss Harry überzeugen, dass er - trotz seines Hasses auf James Potter und trotz seiner heftigen Abneigung gegen Harry, die er von Anfang an hatte, - immer auf der Seite gegen Voldemort gestanden hat.
Deshalb lässt er Harry sehen, wie er schlecht über ihn geredet hat, er lässt ihn sehen, wie vertraut er mit Dumbledore gesprochen hat.
Immerhin steht am Ende Harrys freiwillige Selbstaufopferung. Er muss Snape einfach glauben - und das unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen.
Außerdem kann Snapoe nicht wissen, was Quirrell Harry erzählt hat, als er mit ihm allein war. Wir Leser wissen es, aber Snape kann es nicht wissen, es ist also für ihn schon wichtig, Harry zu beweisen, dass er, Severus Snape, seit dem ersten Schuljahr alles getan hat, um Harry zu beschützen.

Mit Karkaroff war das so eine Sache, ich denke, hier ging es nicht so sehr um Karkaroff als vielmehr um Snape.
Wir erinnern uns - bei ihrer letzten Begegnung, als Snape das Hogwartsgelände verlassen hat, hat Harry ihm "Feigling!" nachgeschrien.
Snape zeigt Harry hier, dass er sehr wohl lange vor Voldemorts tatsächlicher Rückkehr die Gelegenheit zur Flucht gehabt hätte und dass Dumbledore dies durchaus verstanden hätte. Doch Snape entschließt sich, zu bleiben und den Kampf aufzunehmen, obwohl ihm das alles abverlangen wird.
Dumbledore sagt dann: "Wir lassen den Hut vielleicht sein Urteil zu früh sprechen", und er macht damit deutlich, für wie mutig er Snape hält.
Ich denke, man kann gut verstehen, dass es Snape sehr wichtig ist, dass Harry wirklich begreift, dass er kein Feigling ist. Und Harry soll begreifen, dass es seine Entscheidung war, dass er nicht von Dumbledore dazu gedrängt wurde, zu bleiben.

Somit haben diese beiden "nebensächlichen" Episoden doch durchaus ihre Berechtigung.
Hier geht's zu meiner FF


http://www.harry-potter-community.de/ind…&threadID=13673

Viel Spaß beim Lesen.

Sluggy

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9

Mittwoch, 14. November 2018, 15:40

Aber was ist dann mit seiner schlimmsten Erinnerung?
(in der James ihn verspottet)
Theoretisch hätte diese Erinnerung auch unbewusst kommen können.. Ich denke, da Harry sie nicht gesehen hat, muss es bedeuten, dass Snape sehr darauf geachtet hat, dass er diese Erinnerung nicht preisgibt.

Harry hat sich diese Erinnerung nicht angeguckt, als er Snapes Erinnerungen im Ganzen gesehen hat, weil er sie schon kannte. Wird im Buch auch gesagt, wenn ich mich recht entsinne. Irgendwie "Harry wusste, was jetzt kam und hatte keinerlei Interesse daran, sich noch einmal anzusehen, wie James Snape quälte."
Snape hatte Harry die Erinnerung gegeben, sonst wär sich da ja nicht dabei gewesen.
:D 8) --knuddel--